Nachdem sie ihr Frühstück beendet hatte, das Sam ihr liebevoll servierte, sehnte sie sich nach einer erfrischenden Dusche. Ihre Gedanken waren alles andere als entspannt. Sie konnte nicht anders, als über den vergangenen Abend nachzudenken und darüber, was geschehen war. Es nervte sie zutiefst, dass sie beinahe jedes Mal umkippte, sobald Sam und sie sich näher kamen. Und dann war da dieser unbeschreiblich schöne Duft, der sie in seinen Bann zog – Rays Duft, wie sie mittlerweile irgendwie feststellen konnte.
Ihre Gedanken schweiften weiter zurück an den Tag, an dem sie Sam kennenlernte, und der Unbekannte auf dem Motorrad sie bei ihrem Kuss störte. War das Ray? Sie hatte sein Gesicht zwar nicht gesehen, aber etwas in ihr sagte ihr, dass er es gewesen sein musste. Und er trug denselben betörenden Duft mit sich, den sie gestern Abend in ihrem – Traum? – ebenfalls gerochen hatte, und so manchen Situationen in den letzten Tagen. Es war, als hätte sie eine Verbindung zu ihm, die über das Verstandesmäßige hinausging.
In Gedanken schüttelte sie ihren Kopf. Das war unmöglich. Eine Verbindung?
Was ihr jedoch extrem unwirklich erschien, war die Tatsache, dass Ray ein Mann aus ihren Träumen war. Ein Mann, den sie sich unterbewusst selbst erschaffen hatte. Ein Mann, der mehr als perfekt war. Dass Gott ihren tiefsten, unterbewussten Wunsch erfüllte, indem er ihn real werden ließ, schloss sie aus. Vielleicht hatte sie ihn tatsächlich schon einmal gesehen und sein Bild hatte sich dann in ihr Unterbewusstsein geprägt, und dann den gewünschten Charakter verpasst.

Nun schüttelte sie tatsächlich ihren Kopf.
Schwachsinn“, dachte sie und ermahnte sich selbst, diese Gedanken sofort zu verwerfen.
Sie sah zu Sam, der sie anscheinend die ganze Zeit dabei beobachtet hatte, wie sie sich den Kopf darüber zerbrach, was in letzter Zeit alles Merkwürdiges passierte.
„Worüber denkst du nach?“, fragte er schließlich mit verengten Augen.
Alyssa überlegte kurz, was sie antworten sollte. Es kam ihr ziemlich unpassend vor, ihm nun zu erzählen, dass sie in seinem Bett über den Mann ihrer Träume nachdachte. Aber sie wollte auch nicht lügen.
„Ich verstehe nicht so ganz, was in letzter Zeit passiert. Ich hätte gerne eine Erklärung dafür, warum Ray mich davor warnte – oder eher anflehte –, nicht mit dir zu schlafen. Kennt ihr euch?“, fragte sie, als ob bereits feststand, dass ihre Träume eine Bedeutung hatten.
Sam lehnte sich vor, stützte die Ellenbogen auf seine Knie und rieb sich das Gesicht, bevor er antwortete. Ein leises Seufzen entfloh ihm.
„Na ja, was heißt kennen? Wir sind uns schon mal flüchtig über den Weg gelaufen, aber mehr auch nicht.“
Er hob seinen Kopf und sah sie mit einem etwas ernsteren Blick an. Denn dieses Thema war mittlerweile ziemlich ernst.
„Es ist schon eine ganze Weile her, da betrat er meinen Club“, sprach er weiter und machte dann eine kurze Pause, während er überlegte, wie er ihr folgendes erklären konnte, ohne dass sie sein dunkles Geschäft kennenlernen würde.
Sie zog eine Augenbraue hoch, aber lauschte gespannt.
„Es gab einst eine kleine Auseinandersetzung in meinem Club, die er anscheinend begann. In meinem Laden dulde ich keine Konflikte, egal auf welche Art. Für so etwas haben sie andere Möglichkeiten, die sie nutzen können. Als ich ihn hinauswarf und mich kurz wunderte, was ein Schauspieler in meinem Club zu suchen hatte, sprach er nur drei einzelne Worte zu mir. Tu es nicht, sagte er zu mir. Ich nahm an, damit meinte er den Rauswurf.“
Tja, was genau er damit tatsächlich meinte, ist mir jetzt klar“, dachte er sich anschließend.
„In den folgenden Jahren sah oder hörte ich nichts mehr von ihm. Ja, ich bekam zwar die neuesten Filme von ihm mit, aber es interessierte mich nicht. Wenn du aber tatsächlich ein Treffen mit ihm wünscht, werde ich es veranlassen“, erklärte er ruhig.
Alyssa war überrascht über die Aussage, dass er einen Club besaß. Sam sah nicht unbedingt wie ein typischer Clubbesitzer aus. Sicher, die Frauen standen für ihn bestimmt Schlange und hätten ein Vermögen dafür geblecht, einmal seinen Waschbrettbauch zu berühren, aber so sah Sam wirklich nicht aus. Doch die Vorstellung, wie er als ein mächtiger Clubbesitzer durch die schummrigen Gänge seines Etablissements wanderte und mit einem Nicken für Ordnung sorgte, entfachte in Alyssa eine gewisse Erregung. Es war etwas unglaublich Anziehendes an dem Gedanken, dass er in dieser Rolle voller Autorität und Kontrolle agierte. Sie fand es unwiderstehlich.

Sam bemerkte, wie Alyssa wieder in Gedanken versank und leicht lächelte. Ein kurzes Aufblitzen von Stolz huschte über sein Gesicht, als er darüber nachdachte, wie er den Club führte. Doch dann schlich sich eine leichte Unruhe in seine Gedanken, als er sich fragte, ob Alyssa wirklich ihm zuhörte oder ob ihre Gedanken wieder woanders waren. Ein Gefühl von Wut und Verletzlichkeit durchzuckte ihn, als er vermutete, dass sie vielleicht an Ray dachte.

„Erzähl mir mehr von deinem Club.“, sagte sie, mit leuchtenden Augen, die voller Neugier strahlten.
Alyssa konnte ihre Faszination kaum verbergen, während sie darauf wartete, dass Sam ihr Einblicke in seine geheimnisvolle Welt gewährte.
Sam fühlte sich kurz überrumpelt, als er ihre lebhaften Augen sah, die förmlich nach weiteren Informationen lechzten. Ihr Interesse weckte Unsicherheit in ihm. Wie viel sollte er preisgeben?
Toll. Das war jetzt nicht unbedingt mein Plan“, dachte er sich, während er einen Moment lang zögerte und sein inneres Fluchen unterdrückte.

Ein andern mal, okay?“, antwortete er schließlich, und versuchte, seine Zurückhaltung mit einem lässigen Lächeln zu kaschieren.
Er hoffte inständig, dass sie nicht weiter auf Details seines Imperiums drängte, denn einige Geheimnisse sollten besser im Dunkeln bleiben. Zumindest vorerst, bis er wusste, wohin alles mit ihr führte.
„Du machst es wirklich spannend.“, lächelte sie ihn an, während sie ihre Neugier vorerst aufgab und zum Fenster blickte.
Die Sonne stand noch hoch am Himmel, und es war offensichtlich, dass es noch nicht einmal Mittag war. Alyssa hob das leer gefutterte Tablett von ihrem Schoß hoch, strampelte sich aus der Decke heraus und erhob sich aus dem Bett. Sam folgte ihrem Beispiel, stand vom Stuhl auf und nahm ihr das Tablett aus den Händen.
„Ich mach das“, sagte er und schenkte ihr dabei ein unglaublich attraktives Lächeln, das ihre Wangen unwillkürlich erröten ließ.
Um ihre Verlegenheit zu verbergen, wandte sie sich schnell von seinem Blick ab und eilte zur Tür, die zum Flur führte.
„Hey! Wo willst du so halbnackt hin?“, rief er hinterher und konnte nicht aufhören, auf ihren fast nackten Hintern zu starren, während er sich ein erregtes Knurren verkniff. Alyssa hielt inne und riss die Augen auf.
„Oh Fuck! Nicht schon wieder!“, fluchte sie, ihr Gesicht knallrot vor Verlegenheit, während sie wild umherschaute, ob sie irgendwo einen langen Pullover oder etwas Ähnliches finden konnte.
„Könntest du mir den Gefallen tun, und so etwas vielleicht in Zukunft eher sagen?!“, zischte sie ihn an, ohne ihm einen Blick zu gönnen. Ja, er hatte sie gestern Abend bereits in Unterwäsche gesehen, aber jetzt fühlte es sich irgendwie unangenehm an. Gestern waren sie immerhin drauf und dran gewesen, zusammen zu duschen. Das war also etwas anderes. Außerdem wäre sie gerade beinahe in diesem Outfit durch ein riesiges Anwesen spaziert, wo sie bisher nur wenige Menschen kannte. Sam hatte erwähnt, er habe einen Bruder. Was wäre, wenn sie ihn in dieser Aufmachung auf dem Flur erwischte? Das könnte ihr einen Stempel aufdrücken, den sie nicht so einfach loswerden könnte. Sie musste sich wirklich besser konzentrieren, sonst lief sie womöglich beim nächsten Mal völlig entblößt durch die Gegend. Es musste einfach an Sam liegen, dass sie so etwas Wichtiges vergaß. Anders konnte sie sich ihr eigenes Verhalten nicht erklären. Normalerweise zeigte sie sich noch nie freiwillig halbnackt vor jemandem, geschweige denn vor einem fast Fremden in einem königlichen Anwesen.
Sam ging in seinen begehbaren Kleiderschrank und holte ihr ein Shirt heraus. Behutsam zog er es über ihren Kopf, wobei er ihre zarte Haut sanft berührte. In diesem intimen Moment spürte sie die Wärme seines Herzens, das für sie schlug. Als sie ihre Arme durch die Ärmel streckte, umhüllte sie ein Gefühl von Geborgenheit, das sie tief berührte. Ihr Gesicht, das zuvor von einem Hauch Verlegenheit gefärbt war, fand nun langsam seine natürliche Farbe wieder. Es war mehr als nur ein Kleidungsstück, das er ihr überreichte – es war eine Geste der Zuneigung, die ihre Herzen enger miteinander verband und ihre Verbundenheit auf eine neue Ebene hob.
Für einen Moment schienen Zeit und Raum stillzustehen, während sie sich tief in die Augen schauten, sich in dieser stummen Kommunikation verloren und die Welt um sie herum vergaßen. Doch dann, als die Realität wieder einsetzte und die Pflichten des Alltags sie einholten, wandte Alyssa sich mit einem sanften Seufzen ab. Sie spürte, wie die Wärme ihrer Verbindung noch immer in der Luft lag, als sie sich auf den Weg in ihr Zimmer machte, um sich für die geplante Dusche vorzubereiten.

Alyssa schlüpfte frisch geduscht in ihren weichen Jogginganzug, der frisch gewaschen in ihrem Kleiderschrank lag. Die saubere Baumwolle schmiegte sich angenehm an ihre Haut, während ihre noch feuchten Haare über ihre Schultern fielen. Ein Hauch von frischem Duft umgab sie, als sie ihr Zimmer verließ und leichtfüßig die Treppe hinab lief.
Die Stufen unter ihren Füßen waren solide und leise, als sie die ersten Schritte hinabging und plötzlich zwei tiefe Stimmen vernahm, die miteinander unterdrückt laut diskutierten. Neugierig verlangsamte sie ihren Schritt und lauschte. Ihr Blick glitt umher, auf der Suche nach der Quelle der Stimmen. Als sie sah, dass Sam sich mit einem finster aussehenden Mann unterhielt, erstarrte sie mitten auf der Treppe und lauschte gespannt.
Die Worte des Fremden klangen ernst und bedrohlich, und Alyssa spürte, wie ein unbestimmtes Gefühl der Besorgnis in ihr aufkeimte. Sie wagte es nicht, näher zu treten, sondern blieb reglos stehen, um jedes Wort der Unterhaltung aufzusaugen. Die Anspannung in der Luft war greifbar, und sie spürte, wie ihr Herz schneller schlug, während sie unwillkürlich den Atem anhielt, um kein Detail zu verpassen.
Der Unbekannte trug einen langen dunklen Mantel, der sein breites Kreuz noch stärker betonte. Dunkle lockige Haare, die wild und unordentlich lagen, umrahmten sein Gesicht, das von einem Dreitagebart geziert wurde. Seine Haltung strahlte Selbstbewusstsein aus und wirkte unnahbar, doch gleichzeitig war deutlich zu erkennen, dass er großen Respekt vor Sam hatte.
Sam wirkte verdammt wütend, was sie ein wenig erschreckte. Sie versuchte ihre Lippen zu lesen, da sie kein Wort von dem hörte, was die beiden Männer sprachen, so leise war ihre Unterhaltung. Es schien nicht nach einem Streit auszusehen, sondern eher so, als hätte der finstere Typ Sam eine schlechte Nachricht überbracht, die ihm überhaupt nicht in den Kram passte.

Bevor sie jedoch irgendetwas entziffern konnte, griff Sam sich an den Kopf und sah zur Treppe. Plötzlich entspannten sich seine angespannten Schultern und sein Blick wurde weicher, was ihr Erleichterung verschaffte. Langsam lief sie die Treppe hinunter. Unten angekommen, schenkte sie Sam ein zurückhaltendes Lächeln und wandte dann ihre Augen dem unbekannten Mann zu, der ihr nur einen kurzen Blick würdigte, bevor er wieder zu Sam schaute, als würde er auf eine Anweisung warten. Sam streckte seinen Arm aus, woraufhin sie nach seiner Hand griff und ihn fragend ansah.
„Alyssa, das ist Colt. Er arbeitet für mich und wollte gerade gehen.“
Sie betrachtete Colt noch einmal, der sie erneut ansah und nickte ihm zu, da sie sich nicht traute, ein Wort zu sagen – sein Gesicht wirkte zu düster.
„Alyssa“, nickte er ihr ebenfalls zu und verbeugte sich leicht.
Seine tiefe, raue Stimme jagte ihr einen kleinen kalten Schauer über den Rücken. Er war definitiv kein Typ, mit dem man sich freiwillig anlegte. Sein Blick durchbohrte sie mit einer Intensität, die sie erzittern ließ, und seine Anwesenheit allein ließ sie instinktiv nach Sam greifen, als würde seine Nähe ihr einen Hauch von Schutz bieten. Es war, als ob eine unsichtbare Barriere zwischen ihnen stand, die ihr sagte, dass sie besser nicht zu nahe kommen sollte, um nicht in die Fänge dieses finsteren Mannes zu geraten.
„Boss“, nickte er auch Sam zu und verließ im schnellen Schritt das Haus.
„Mit solchen Menschen arbeitest du?“, fragte sie Sam flüsternd und sah Colt nach, während er sich entfernte.
„Colt ist noch harmlos“, rutschte ihm lächelnd heraus, was er sofort bereute.
Alyssas Gesicht verlor leicht an Farbe. Es war ihr ziemlich unheimlich, dass Sam mit solchen Menschen zu tun hatte.
„Was genau arbeitest du noch mal?“, hakte sie vorsichtig nach, als sie gemeinsam den Flur entlang liefen und auf John trafen.
John war Sams Rettung. Er wollte Alyssa die Wahrheit sagen, sie aber nicht verschrecken. Vorerst musste er sein Business geheim halten.
„Monsieur, Madame.“, sprach er und verbeugte sich vor ihnen.
„Guten Morgen John“, antwortete Alyssa ihm mit einem zauberhaften Lächeln, was Johns Mundwinkel ein wenig zucken ließ.
John sah Sam an.
„Madame Dupont erwartet Sie in ihrem Büro.“
Sam rollte die Augen und stöhnte. Er wusste, was sie von ihm wollte, und er hatte wenig Lust auf dieses Gespräch, aber es war Zeit.
„Okay. John, führ sie doch bitte ein wenig herum.“, bat er ihn.
„Natürlich, Monsieur.“, antwortete er und verbeugte sich erneut.
„Es dauert nicht lange.“, sagte er zu ihr.
Sam drückte Alyssa einen zarten Kuss auf die Stirn und lief dann den Flur entlang. Alyssa sah ihm nach, bis er um eine Ecke verschwand. Der Punkt, an dem Sam ihr einen Kuss gab, war immer noch warm, und sie spürte, wie sein liebevoller Abdruck auf ihrer Haut verweilte, wie ein unsichtbares Versprechen seiner Zuneigung, das sie begleitete, während sie John folgte.

„Mutter“, begrüßte er Anna trocken, als er ihr luxuriös eingerichtetes Büro betrat.
Die Wände waren mit teuren Gemälden geschmückt, und der Raum strahlte eine Aura von Macht und Eleganz aus.
„Samuel“, erwiderte sie mit einem vornehmen Lächeln, das ihre perfekt manikürten Nägel und ihre teure Designerkleidung betonte.
„Setz dich.“
Sam gehorchte nicht. Lieber stand er bei diesem Gespräch, um seine Unabhängigkeit zu betonen. Anna hob eine Augenbraue, behielt jedoch ihr Lächeln bei, das eine Mischung aus Stolz und Überlegenheit ausdrückte.
„Nun, wer genau ist sie für dich?“, fragte Anna mit leichtem Tadel in ihrer Stimme.
„Mutter, du wirst nicht mehr mit ihr sprechen, als nötig, damit das klar ist. Halte dich wenigstens ein einziges Mal aus meinem Privatleben heraus. Wenn ihr sie wegschickt, so wie all die anderen Frauen… Sie ist anders. Also bitte, lass sie.“
Anna lachte herzhaft, ein Klang, der in dem edlen Raum widerhallte.
Er baute sich vor ihr auf, mit dem bedrohlichsten Ausdruck, den er ihr geben konnte, was seine Mutter ein wenig überraschte. Seine Augen funkelten intensiv, und seine Körperhaltung strahlte eine unmissverständliche Entschlossenheit aus. Es war ein ungewohnter Anblick für Anna, ihren Sohn in einem solchen Licht zu sehen, und für einen Moment spürte sie einen Stich der Verunsicherung, bevor sie ihre Fassung wiederfand.
„Samuel…“, fing sie an, aber änderte dann ihre Meinung.
Sie wusste, dass es sinnlos war, ihren Sohn davon überzeugen zu wollen, dass Alyssa nicht die Richtige für ihn war. Stattdessen beschloss sie, ihre Bedenken für sich zu behalten und ihm die Freiheit zu lassen, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Sam hob fragend eine Augenbraue, sein Blick suchend und erwartungsvoll. In solchen Momenten war er es gewohnt, dass seine Mutter ihm einen ganzen Strom von Bedenken und Zweifeln über die Frau an seiner Seite entgegenwarf, eine Liste von Gründen, warum sie nicht die Richtige für ihn sei. Doch dieses Mal blieb es still. Es war fast unheimlich, wie sie schweigend verharrte, ohne eine einzige kritische Bemerkung zu machen.
Jede Frau, die Sam bisher an seiner Seite hatte, die er sich selbst aussuchte, wurde ihm von seinen Eltern entrissen. Sie bestachen sie mit Geld, und schon waren sie über alle Berge. Es war ein bitteres Ritual, das sich wieder und wieder wiederholte. Sam ärgerte sich darüber, aber es war kein Schmerz, den er fühlte. Diese Frauen waren nur kurzlebige Begleiterinnen, oberflächliche Bekanntschaften. Zu keiner von ihnen hatte er je angefangen, etwas Tieferes zu empfinden.
„Mein lieber Sohn…“, begann sie, ihre Stimme von jahrzehntelanger Erfahrung geprägt.
Ein Hauch von Ernsthaftigkeit lag in ihren Worten, der eine ungewohnte Tiefe verriet. Sam warf ihr einen einschüchternden Blick zu, doch er wusste, dass seine Mutter sich nicht so leicht beeindrucken ließ.
„Wir wollen nur dein Bestes. Ich habe deinen Vater informiert, und er will sie kennenlernen“, fügte sie hinzu, was Sam stutzig machte.
Sein Blick wurde misstrauisch, während er versuchte, die Absichten seiner Mutter zu durchschauen.
Anna lachte.
„Dich hat es erwischt. Dich hat es voll und ganz erwischt“, klärte sie ihn auf, ihre Augen funkelten vor Schalk.
Sam war verwirrt. Was hatte ihn erwischt? Seine Mutter schien in einem Spiel verwickelt zu sein, von dem er nicht wusste, dass es überhaupt begonnen hatte. Anna schnaubte belustigt.
„Samuel, was fühlst du, wenn du sie siehst?“, fragte sie plötzlich ernsthaft, ihre Stimme jetzt frei von jeglicher Spur von Scherzhaftigkeit.
Dieses Gespräch lief anders, als erwartet, und eine ungewohnte Ernsthaftigkeit lag in der Luft, während sie auf eine Antwort von ihm wartete.
Sam starrte für einen Moment ins Leere, während er darüber nachdachte, was er fühlte, wenn er Alyssa sah. Es war ein Gefühl, das schwer in Worte zu fassen war, etwas Tiefes und Unerklärliches, das sich in seinem Inneren regte. Es war mehr als nur die übliche Anziehungskraft oder Leidenschaft. Es war ein Gefühl der Ruhe, das ihn umhüllte, wann immer sie in seiner Nähe war. Es war, als ob sein Herz in ihrer Gegenwart einen sanften Rhythmus fand, der ihm zuvor unbekannt war.
Schließlich hob er den Blick und antwortete seiner Mutter mit ruhiger Stimme.
„Wenn ich sie sehe, fühle ich eine unbeschreibliche Wärme in mir, als ob mein Herz plötzlich einen ruhigen Hafen gefunden hat. Es ist, als ob sie ein Teil von mir ist, der mir zuvor gefehlt hat, und ihre Anwesenheit erfüllt mich mit einem tiefen Gefühl der Zugehörigkeit und Geborgenheit. Es ist schwer zu erklären, aber ich weiß, dass ich mich in ihrer Nähe vollkommen fühle.“
Als Sam seine eigenen Worte hörte, spürte er, wie sein Herz schneller schlug. Eine Mischung aus Überraschung und Verwirrung überkam ihn, als er sich plötzlich bewusst wurde, was er für Alyssa tatsächlich empfand, obwohl sie sich erst seit wenigen Tagen kannten. Seine Wangen gewannen leicht an Farbe, und ein prickelndes Gefühl der Hitze stieg in seinen Ohren auf, als würde sein Inneres vor Aufregung lodern.
Anna lächelte ihren Sohn fröhlich an, stolz darauf, dass er seine Gefühle ausdrückte.
„Na also. Endlich“, beglückwünschte sie ihn klatschend.
„Mein Sohn, du erlebst gerade die mächtigste Kraft, die auf dieser Welt existiert“, antwortete sie mit Freude, während sie die Bedeutung seiner Emotionen betonte.
„Die Liebe…“, hauchte sie in die Luft, und ihre Worte schienen wie eine feierliche Huldigung an die Kraft, die zwischen zwei Menschen entstehen kann.
Es war ein Schock für ihn, sich einzugestehen, dass diese Gefühle, die so plötzlich und intensiv aufgetaucht waren, tatsächlich Liebe sein könnten. Das war komplett Neuland für ihn, und die Vorstellung, sich so schnell und so stark zu jemandem hingezogen zu fühlen, jagte ihm ein wenig Angst ein. Er fühlte sich wie auf dünnem Eis, unsicher, wie er mit dieser unerwarteten Erkenntnis umgehen sollte, aber gleichzeitig fasziniert von der Intensität seiner Emotionen für Alyssa. Es war, als ob sein Herz plötzlich aufbrach und eine Flut von Gefühlen über ihn hereinbrach, die er nicht vollständig zu verstehen vermochte. Die Vorstellung, dass er möglicherweise so tief für jemanden empfinden konnte, den er erst seit so kurzer Zeit kannte, war überwältigend und beängstigend zugleich. Doch im nächsten Moment zog es schmerzhaft in seiner Brust, und ein schwerer Klumpen aus Unsicherheit bildete sich in seinem Inneren. Selbst wenn es Liebe war, die er fühlte, nagte der Gedanke daran, dass diese Liebe möglicherweise unerwidert bleiben könnte, an ihm wie ein giftiger Dorn. Ein Zweifel, den er nicht ignorieren konnte, tauchte in seinem Geist auf, und die Erinnerung an Ray, vermischt mit einer Spur von Angst, ließ ihn frösteln.
Er zwang sich, diesen Gedanken zu vertreiben, und versuchte ihn zu verdrängen wie einen lästigen Albtraum.
Und als hätte Anna seine Gedanken gehört, unterbrach sie ihn.
„Was hast du?“, fragte sie mit verengten Augen, als ob sie spürte, dass er irgendwelche Zweifel hatte.
Sam seufzte schwer.
„Sagt dir Ray Everton etwas?“
„War das nicht der Schauspieler?“, antwortete sie verwundert darüber, was er jetzt mit dieser Situation zu tun hatte.
„Nun…“, fing er an, und überlegte kurz, wie er das erklären sollte.
Anna stützte ihre Ellenbogen auf dem Schreibtisch ab und verschrenkte die Hände vor ihrem Gesicht, während sie auf eine Erklärung von Sam wartete, die sein Verhalten erklärte.
„Irgendetwas ist zwischen ihm und Alyssa. Wir sind ihm neulich über den Weg gelaufen und beide verhielten sich verdammt eigenartig. Er sah sie an, als kannte er sie und sie starrte ihn an, als hätte sie einen Geist gesehen. Und in ihren Ohnmachtsanfällen steht er vor ihren Augen. Erst gestern Abend hatte sie einen erneuten Anfall und erklärte mir, dass er sie, als ihr schwarz vor Augen war, anflehte, nicht mit mir zu schlafen.“, erläuterte er ehrlicher, als er es eigentlich zugeben wollte.
Jedoch war seine Mutter eine verdammt intelligente Frau, und es gab schon einige Momente, da hatte sie einen guten Rat auf Lager.
Anna lehnte sich zurück in ihren Stuhl und dachte angestrengt nach. Eine zeitlose Legende huschte kurz durch ihren Geist, doch sie verwarf den Gedanken schnell wieder. Es schien zu absurd, um wahr zu sein. Also entschied sie sich dafür, das Übliche zu sagen, wenn Sam von einem anderen Mann im Weg stand.
„Und du hast dich noch nicht um ihn gekümmert?“, fragte sie mit einem Hauch von Unmut, während sie sich gleichzeitig mächtig stolz auf ihren Sohn fühlte, der es weit gebracht hatte.
Die Erinnerung an die Zeit, als ihr Sohn blutig geprügelt und mit Tränen in den Augen nach Hause gekommen war, blitzte kurz in ihrem Gedächtnis auf.
Sam lachte kurz auf.
„Natürlich“, antwortete er.
„Allerdings reagierte er nicht so, wie erhofft. Er sagte zu Colt, dass er mich persönlich sprechen muss. Ich muss gestehen, auch wenn der Typ mich innerlich rasend macht, bin ich ein wenig neugierig“
Anna nickte und sah Sam aufmerksam an.
„Worauf wartest du?“, fragte sie schließlich, und ihre Stimme klang entschieden.
Sam stimmte ihr nickend zu.
„Und jetzt muss ich weitermachen. Da du kein Interesse am La Lumière Royale hast, oder haben wirst, da du anscheinend die Liebe deines Lebens gefunden hast, wird nach wie vor alles an deinem Vater, deinem Bruder und mir hängen bleiben“, zwinkerte sie Sam zu, und ihre Worte hallten in seinem Kopf wider.
Das Wort Liebe hallte besonders stark nach, und Sam spürte, wie seine Wangen leicht an Farbe gewannen.
„Kümmere dich schnell um diese Angelegenheit“, betonte sie noch, und ihre Stimme klang sanft, aber auch bestimmt.
Sollte sich ihre irre Vermutung bestätigen, hätte Sam ein ziemlich großes Problem. Aber vorerst wollte sie ihn nicht noch mehr beunruhigen.
Sam warf seiner Mutter noch einen Blick zu, doch sie sah bereits wieder auf ihre Unterlagen und beachtete ihn nicht weiter. Er spürte eine Mischung aus Dankbarkeit und Druck, während er ihren Worten nachdachte. Bevor er sich auf die Suche nach Alyssa und John machte, nahm er sich den Rat seiner Mutter zu Herzen und schrieb Colt eine Nachricht.
Planänderung. Sag ihm, wir treffen uns in einer Stunde im Nexus. Wenn nötig, fahre ihn dorthin.

Alyssa konnte kaum glauben, was sie sah, als John ihr das Anwesen zeigte. Sie bezeichnete es nicht nur als Anwesen, sondern als einen Palast. Allein der Kerzenständer musste in etwa so teuer gewesen sein wie ihr Jahresgehalt. Sie hatte noch nicht einmal ein Viertel des Hauses gesehen, als sie erneut an der Stelle ankamen, wo Sam vorhin um die Ecke verschwunden war. Auch wenn dieses Anwesen einem Palast ähnelte, wirkte es ein wenig geheimnisvoll. Es gab viele Türen auf dem Weg, den sie mit John gemeinsam lief, doch nur wenige davon öffneten sie.
Als sie gerade in einen Raum eintraten, der quasi ein ganzes Fitnessstudio beherbergte, spürte sie eine angenehme Wärme an ihrem Rücken. Ein Atemzug in ihrem Nacken ließ sie zusammenzucken. Sie drehte sich um und war erleichtert, dass es nur Sam war.
„Mein Gott, du hast mich erschreckt. Schleich dich nicht so an“, lachte sie, während ihr Herz immer noch rasend schlug.
Sam grinste belustigt.
„Gefällt es dir?“, fragte er und sah in den Raum, in dem sich haufenweise Geräte befanden, die erklärten, warum Sam so aussah, wie er aussah.
Alyssa lächelte, was seine Brust warm werden ließ. Ihre Atmung wurde flacher, als ihr Blick langsam seinen Körper hinab wanderte. Ihre Wangen gewannen leicht an Farbe, als sie erneut feststellte, wie unglaublich attraktiv er war.
„Ja.“, hauchte sie, während sie versuchte, ihre aufkeimenden Gefühle zu verbergen.
„Verbringst du hier die meiste Zeit deines Tages?“, wollte sie wissen, obwohl die Antwort auf der Hand lag, so göttlich, wie Sams Körper aussah.
Doch sie wollte die Atmosphäre etwas leichter machen, um die plötzliche Intensität zwischen ihnen zu durchbrechen.
Sam grinste, als er die Röte auf ihren Wangen bemerkte. Es war ein zartes, aber offensichtliches Erröten, das seine eigenen Gefühle weiter anheizte. In dem Moment, als sie wieder nach oben sah, spürte er eine intensive Verbindung zwischen ihren Blicken. Alyssas Augen leuchteten voller Verlangen, eine Leidenschaft, die auch in ihm loderte. Doch er musste stark bleiben. Jedes Mal, wenn sie sich näher kamen, schien etwas Unvorhergesehenes zu passieren. Es war fast, als ob das Schicksal gegen sie arbeitete, obwohl sie beide es unbedingt wollten.
Ein lautes Räuspern unterbrach ihre innigen Blicke und riss sie zurück in die Realität.
„Monsieur, ich gehe dann weiter meinen Pflichten nach“, sprach John, verbeugte sich kurz und verschwand lautlos in Windeseile.
Alyssa und Sam sahen ihm nach, während die plötzliche Stille zwischen ihnen ihre vorherige Intimität brach.
Nun waren sie wieder allein. Doch nicht für lange. Sam fuhr sich mit einer Hand durch die rote Mähne, ein nervöses Zeichen, das seine eigene Unruhe verriet. Die Spannung zwischen ihnen war spürbar, und er fragte sich, wie lange sie es schaffen würden, dem Verlangen zu widerstehen, das zwischen ihnen knisterte.
„Ich werde gleich einmal zum Club fahren müssen. Es wird nicht lange dauern“, sagte er ein wenig bedrückt darüber, dass er sie alleine lassen musste.
Alyssas Herz setzte aus bei dem Gedanken, dass sie gleich alleine auf einem Anwesen war, so ganz ohne Sam, aber nickte, um ihm ihre Unterstützung zu zeigen.
„Okay. Ich werde eh kurz nach Hause fahren müssen. Außerdem muss ich mit meinem Chef sprechen. Schließlich muss ich auch mein Geld irgendwie verdienen, und je länger ich ausfalle, desto weniger wird’s“, zwinkerte sie ihm frech zu, um die Stimmung etwas aufzulockern.
Doch tief in ihrem Inneren war sie besorgt darüber, allein zu sein.
Sam überkam das unbändige Bedürfnis, sie zu küssen, um ihr zu zeigen, dass sie ihm viel bedeutete. Sein Herz klopfte wild in seiner Brust, als er sich zu ihr hinüberbeugte, seine Lippen nur wenige Zentimeter von den ihren entfernt. Die Intensität ihrer Blicke verschmolz mit der Spannung zwischen ihnen, und er spürte, wie seine Hand zitterte, als er sie sanft an ihrer Wange entlangführte.
Alyssas Herz machte einen Salto, als sie seine Hand auf ihrer Wange spürte und instinktiv legte sie ihren Kopf in den Nacken. Als hätte er ihre Einladung verstanden landeten seine Lippen schon auf ihren.
Die Welt um sie herum schien für einen kostbaren Moment stillzustehen, während sie sich in diesem impulsiven Kuss verloren. Das Flüstern des Windes und das Rascheln der Blätter, die durch ein offenes großes Fenster hereinkamen, wurden zu einem fernen Hintergrundgeräusch, während ihre Herzen wild vor Aufregung pochten und ihre Sinne von dem berauschenden Gefühl der Verbundenheit erfüllt waren.
Alyssa warf ihre Arme um seinen Hals und drückte ihn noch näher an sich heran, was er zuließ, seinen Herzschlag im Einklang mit dem ihren. Er legte seine Hände sanft um ihre Hüfte und zog sie ebenfalls noch näher an sich heran, um ihr zu zeigen, wie sehr er sie wollte, was sie auch deutlich spüren konnte. Sein verlangender Körper pulsierte schmerzhaft in seiner Hose gegen ihren Bauch, und sie konnte die Hitze seiner Erregung förmlich durch den Stoff spüren.
Sie drückte ihren Körper noch näher an ihn heran, ihre goldenen Mitte reagierte deutlich auf seine Nähe, ein Zeichen ihrer gegenseitigen Anziehung und Bereitschaft. Die elektrische Spannung zwischen ihnen war greifbar, und in diesem Moment verstanden sie einander ohne Worte.
Als jede Vernunft aussetzte, hob er sie hoch, ohne seine Lippen von den ihren zu lösen, und transportierte sie in ihr Zimmer. Behutsam legte er sie auf ihr Bett und fuhr langsam mit einer Hand unter ihren Pullover, was ihr ein unglaubliches Kribbeln einbrachte. Eines seiner Beine lag zwischen ihren Beinen, wo sie sich im langsamen Rhythmus an ihm rieb, was ihn vor Lust beinahe wahnsinnig machte.

Erneut stieg der Duft, den Ray mit sich trug, in ihre Nase, doch sie entschied sich, ihn komplett zu ignorieren.
Dieses Mal nicht“, ermahnte sie sich selbst entschlossen und verdrängte jeden Gedanken an ihn, während sie vor Lust stöhnte, als Sam mit seiner Hand ihre Brust erreichte.
Er löste sich für einen Moment von ihren Lippen und sah ihr tief in die Augen. Die Lust und das unwiderstehliche Verlangen waren ihr deutlich ins Gesicht geschrieben. Ihre Augen bettelten nach mehr, als sie ihn ebenfalls ansah.
„Geht es dir gut?“, wollte er wissen, bevor er noch einen Schritt weiterging.
Er sorgte sich um die möglichen Konsequenzen, die eintreten konnten, wenn sie weitermachten. Immerhin endeten die letzten Male damit, dass sie unerträgliche Schmerzen erlitt und in Ohnmacht fiel.
Die Spannung zwischen ihnen war greifbar, als sie sich in diesem zarten Moment der Nähe und Intimität befanden.
Alyssa durchfuhr ein pochendes Ziehen durch den Schädel, gegen das sie sich mit aller Macht wehrte, und presste ihre Lippen erneut auf Sams. Sie wollte es, komme was wolle.
Sam spürte, dass sie etwas Unangenehmes erlebte, doch er ließ sich von ihrem erneuten Kuss mitreißen. Sie hatte entschieden, und er würde ihr geben, wonach sie verlangte.
Er löste sich noch einmal von ihren Lippen und wanderte mit seinem Kopf mit zarten Küssen ihren Körper hinunter. An ihrem Bauch hielt er inne und schob vorsichtig den Pullover hoch. Der warme Atem, der an ihrem Körper entlangstrich, ließ sie beben und erregte sie zutiefst.
Als er ihren Bauch entblößte, fiel sein Blick auf den Fleck auf ihren Rippen, der viele verschiedene Farben angenommen hatte. Er betrachtete ihn einen Moment lang still und wandte dann seinen Blick nach oben zu ihrem Gesicht. Ihre Augen waren geschlossen, und ihr Rücken war vor Erregung leicht durchgebogen, als sie die Berührung seiner Lippen auf ihrer Haut genoss.
Langsam zog er ihre Jogginghose über ihre Hüften hinunter und liebkoste dabei ihre Innenschenkel, was sie stöhnen ließ. Als sie seinen heißen Atem auf ihrer goldenen Mitte spürte, zuckte sie zusammen, stemmte sich aus Reflex hoch und sah ihn mit weit aufgerissenen Augen an.
Sam erschrak über ihre plötzliche Bewegung und sah sie verwundert an.
„Entschuldige…“, flüsterte sie, während ihre Augen anfingen zu brennen und ihre Wangen glühten wie Feuer.
Sie begriff kaum, warum sie sich so verhielt, wie sie sich gerade verhielt. Das, was Sam drauf und dran war zu tun, kannte sie nicht.
Ohne dass sie ein weiteres Wort sprechen musste, verstand Sam sofort, warum sie abbrach, und versuchte, ihr die Angst zu nehmen. Er kam ihrem Gesicht näher und hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen.
„Es ist okay. Lass dich treiben“, flüsterte er und führte ihren Oberkörper behutsam nach hinten.
Sie entspannte sich ein wenig und versuchte ihm einfach zu vertrauen. Als er sich mit seinem Gesicht erneut zwischen ihren Beinen befand, zuckte sie kurz erneut auf, aber ließ es zu.

Ein unerträglicher Schmerz breitete sich in Rays Brust aus, als er vor seinen Augen sah, wie Sam sich mit seinem Gesicht zwischen Alyssas Beinen befand, wie sie ihre Hände in seinen Haaren vergrub und ihre Hüfte in einem langsamen Rhythmus bewegte.
Ray schüttelte seinen Kopf. Seine Gedanken wirbelten wie ein Sturm, während er mehrfach angestrengt blinzelte, um diesem quälenden Anblick zu entkommen, doch vergebens. Ein furchtbares Gefühl durchfuhr seinen ganzen Körper, als würde man ihm das Herz herausreißen und in tausend Stücke zerreißen. Es war, als wäre sein eigenes Leben in diesem Moment auf der Strecke, so wie er sie beide sah – verloren in einem Strudel aus Leidenschaft. Jeder Blick, jede Berührung, riss ihm die Seele aus dem Leib und hinterließ nur noch die eisige Kälte der Einsamkeit.
Ein schmerzhaftes Keuchen entrang sich seiner Kehle, als er den verzweifelten Wunsch verspürte, diese Vision zu beenden, doch die Bilder brannten sich unauslöschlich in sein Bewusstsein ein. Tränen der Verzweiflung stiegen in seine Augen, während er hilflos mit ansehen musste, wie seine Welt in Trümmern lag.
Inmitten dieses Schmerzes stieg ein furchtbares Elend in ihm auf, gefolgt von einer noch größeren Wut, die in seinem Inneren loderte wie ein Feuersturm. Und während er sich in diesem tobenden emotionalen Sturm befand, saß er auf der Rückbank eines Autos, von einem Mann namens Colt zum Ort namens Nexus gefahren.

Am Ziel angekommen, wies Colt ihm den Weg, und Ray folgte seinen Aufforderungen gehorsam, jedoch kein bisschen eingeschüchtert. Colt mochte gefährlich aussehen, aber Ray wusste, dass er ihm weitaus überlegen war.

Der Nexus war nur denjenigen bekannt, die die Schattenseiten der Welt kannten und sich in ihnen bewegten. Sein unscheinbarer und unauffälliger Eingang verbarg eine Welt der dunklen Vergnügungen und geheimen Zusammenkünfte. Ein unterirdisches Gewölbe barg den Nexus, gestaltet mit düsterer Eleganz. Dunkle Vorhänge und mysteriöses Kerzenlicht tauchten den Raum in eine geheimnisvolle Atmosphäre. An den Wänden hingen Kunstwerke mit Motiven, die die Sinne und die Fantasie anregten.
Im Schatten dieses Clubs spann sich ein Netzwerk dunkler Machenschaften.
Er wurde einst von Sam errichtet, um sein Netzwerk zu erweitern und seinen treuen Anhängern eine Plattform zu bieten, um sich untereinander friedlich auszutauschen.
Trotz der dunklen und geheimnisvollen Atmosphäre herrschte im Nexus eine Atmosphäre des Respekts und der Toleranz. Hier war es egal, wer oder was du warst – solange du die Regeln des Clubs respektierst, warst du willkommen, Teil dieser geheimen Gemeinschaft zu sein.

Einige Meter tiefer befand sich eine Halle, berüchtigt für ihre brutalen Faustkämpfe. Hier trafen sich die mutigsten und unerschrockensten Mitglieder des Clubs, um ihre dunklen Instinkte in einem Kampf ohne Regeln auszuleben. Die Faustkämpfe, die hier stattfanden, waren intensiv und brutal. Die Kämpfer traten gegeneinander an, um ihre Stärke und Entschlossenheit zu beweisen, und die Einsätze waren hoch. Es gab keine Regeln und keine Gnade – nur der stärkste und geschickteste Kämpfer würde als Sieger hervorgehen.
Einst war diese Halle Sams zweites Zuhause, um seine Position zu verteidigen und zu zeigen, wer tatsächlich alles anführte. Mit der Zeit lernte jeder einzelne von ihnen, sich nicht weiter mit ihm anzulegen und zu gehorchen, wenn er es befahl.

Ray schien gänzlich unbeeindruckt von diesem Etablissement zu sein. Obwohl seit seinem letzten Besuch einige Jahre vergangen waren, erinnerte er sich an jedes Detail des Clubs, ebenso wie an die Personen, die ihn betrachteten. Besonders an Sam. Die Erinnerungen an ihre letzten Begegnungen brannten sich unauslöschlich in sein Gedächtnis ein.
Er hatte Sam bereits damals gewarnt, doch anscheinend hatte sein Rat nicht ausgereicht, um Sam davon abzuhalten, sich mit Alyssa einzulassen. Sam schien keine Ahnung zu haben, auf wen er sich da einließ, und Ray konnte nur hoffen, dass er seine Warnung jetzt ernster nehmen würde.
Colt führte ihn in ein Hinterzimmer, das aussah wie ein Büro, und befahl ihm, sich zu setzen und zu warten. Ray gehorchte, während er seine Gedanken ordnete und sich auf das konzentrierte, was gleich geschehen würde.

Nachdem Sam Annas Büro verlassen hatte und hoffentlich ihren Rat zu Herzen genommen hatte, ließ sie der Gedanke an die uralte Legende nicht mehr los. Es war, als ob die Schatten der Vergangenheit sich leise in ihre Gegenwart einschlichen und sie mit ungewöhnlicher Dringlichkeit nach Antworten suchen ließen. Die Erinnerungen an die Geschichten ihrer Mutter füllten ihren Geist, und sie spürte, wie ein Schauer über ihren Rücken lief, als sie sich an die mysteriösen Details erinnerte.
Ihre Mutter hatte Anna einst in die Welt der Legenden entführt, als sie sie mit Geschichten von alten Geheimnissen und verborgenen Mächten verzauberte. Unter dem sanften Licht der Nachttischlampe lauschte Anna gebannt den Erzählungen ihrer Mutter, die aus einem uralten Tagebuch vorlas. Jede Seite, jede Zeile schien von einer vergangenen Zeit zu erzählen, in der die Grenzen zwischen Realität und Mythos verschwammen.

Die Lephys – eine Legende, die in den Schatten der Zeit verborgen lag. Anna erinnerte sich an die faszinierenden Geschichten von geheimnisvollen Kreaturen.
Ihre Mutter hatte die Legende mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Faszination erzählt, und obwohl Anna damals dachte, dass es sich nur um Märchen handelte, spürte sie jetzt, dass hinter den alten Geschichten vielleicht mehr Wahrheit steckte, als sie sich eingestehen wollte.
Die Gedanken an die Lephys ließen Anna nicht los, und sie versuchte vergeblich, die verborgenen Hinweise in den Erzählungen ihrer Mutter zu entschlüsseln. War es möglich, dass die Legende der Lephys mehr als nur eine Geschichte war? Ein Gefühl der Unruhe breitete sich in ihr aus, während sie sich in die rätselhafte Welt der alten Legenden vertiefte, auf der Suche nach Antworten, die längst vergessen schienen.
In ihrem Bemühen, mehr über die Lephys herauszufinden, erinnerte sie sich plötzlich daran, einige Gegenstände ihrer Mutter aufbewahrt zu haben. Tief im letzten Eck ihres Kellers befand sich eine kleine Kiste, die wenige Erinnerungen an ihre Mutter barg, darunter auch ihr Tagebuch. Entschlossen machte sie sich auf den Weg in den Keller und begann, diese kleine Kiste zu suchen, in der vielleicht die Schlüssel zur Wahrheit über die Lephys verborgen waren.
Als sie das Tagebuch fand, blätterte sie mit zitternden Händen durch die vergilbten Seiten, bis sie schließlich auf die Einträge über die Lephys stieß. Die Worte ihrer Mutter fesselten sie, und sie konnte den Atem spüren, der ihr in diesem engen Raum plötzlich schwerfiel. Ihre Augen weiteten sich, als sie die geheimnisvollen Geschichten las, die von uralten Mächten und verborgenen Gefahren erzählten. Jede Zeile schien ein düsteres Geheimnis zu bergen, und mit jedem Wort, das sie las, beschleunigte sich ihr Puls.
Doch es war der letzte Satz, der ihr einen eisigen Schauer über den Rücken jagte und eine Welle von Angst durch ihren Körper sandte. Ihre Hände begannen zu zittern, als sie die Bedeutung der Worte erfasste, und plötzlich wurde ihr bewusst, in welche gefährliche Situation ihr Sohn geraten war.
Noch während sie mit dem Buch in den Händen den Keller verließ und sich wieder in ihr Büro begab, versuchte sie sich einzureden, dass alles, was ihre Mutter aufschrieb, wirklich nur Märchen waren. Es war unmöglich, dass solche Dinge existierten. Sie konnte es einfach nicht wahrhaben, weshalb sie sich entschied, erst einmal darauf zu warten, was Sam herausfand über diesen Ray, wenn er sich mit ihm unterhielt.
Ihre Mutter war verrückt und erzählte viele Dinge. Die wenigsten davon stimmten. Demnach bestand eine Chance, dass auch diese Geschichte nicht real war. Doch während sie versuchte, sich von den düsteren Gedanken ihrer Mutter abzulenken, konnte sie das unbehagliche Gefühl nicht abschütteln, dass es vielleicht doch mehr Wahrheit in den Geschichten ihrer Mutter gab, als sie jemals für möglich gehalten hatte.

Sam umgriff Alyssas Hüften, um sie noch näher an sich zu drücken, und als sie heftig zu vibrieren begann, wusste er, dass sie gleich so weit war.
Mit einem lauten Stöhnen, gefolgt von wildem Zucken, verlangsamte er sein Handeln und ließ von ihr ab. Er fuhr sich mit den Fingern um den Mund und lächelte, als er Alyssas Anblick sah. Sein Penis drückte heftig gegen seine Hose, doch er entschloss sich, seine eigenen Triebe zu ignorieren, und genoss es, wie sie sich ihm hingab.
Alyssas Augen waren noch immer fest geschlossen, als sie sich in diesem Moment der Ekstase verlor. Sie spürte, wie jede Faser ihres Seins von einem überwältigenden Gefühl der Freude und des Glücks durchdrungen wurde, das von Sam ausgelöst wurde. Es war, als würde ihr Herz vor lauter Freude tanzen, während ihre Gedanken in einem Strudel aus Gefühlen gefangen waren, die sie kaum zu fassen vermochte. Ein seliges Lächeln legte sich auf ihre Lippen, als sie sich dem Rausch der Empfindungen hingab.
Als die Intensität des Moments langsam abklang, wagte Alyssa es schließlich, ihre Augen zu öffnen. Ihre Blicke trafen sich mit Sams, der sie mit einem warmen und liebevollen Ausdruck ansah. Die Verbindung zwischen ihnen schien tiefer zu sein als je zuvor, und Alyssa konnte nicht anders, als vor Glück zu strahlen.
Ein Gefühl der Erleichterung durchströmte sie, als sie sich langsam von der Welle der Emotionen erholte. Sie spürte, wie ihr Herzschlag sich beruhigte und ihre Atmung wieder normal wurde. Es war ein magischer Moment, den sie mit Sam geteilt hatte.
Schließlich brach ein lautes Lachen aus Alyssas Kehle und sie schlug sich die Hände vors Gesicht.
Sam grinste, wusste aber nicht so genau, warum sie lachte.
„Was ist so lustig?“, fragte Sam, während er sich zu ihrem Gesicht hochrutschte, um es von ihren Händen zu befreien.
„Entschuldige“, lachte sie weiter und nahm ihre Hände herunter.
„Ich… So etwas hatte ich noch nie“, gestand sie schließlich.
„Und ich glaube, ich schäme mich gerade ein wenig“, beichtete sie, während ein leicht errötender Schleier ihre Wangen überzog.
Sam runzelte mit großen Augen die Stirn, seine Gedanken wirbelten in seinem Kopf.
„Bitte was?“, fragte er fassungslos, seine Stimme kaum über ein Flüstern.

Alyssa nickte, ein zögerliches Lächeln spielte um ihre Lippen.
„Dich hat noch nie jemand…?“, brach er ab, unfähig, den Satz zu beenden.

Ihr Blick wurde plötzlich anders, ihre Augen füllten sich mit einer Mischung aus Scham und Verletzlichkeit. Sie dachte kurz an ihre vergangenen Beziehungen, an die leeren Versprechungen und die enttäuschten Hoffnungen, die sie immer wieder erlebt hatte. Sie hatte nie das Gefühl gehabt, wirklich geschätzt oder verwöhnt zu werden, sondern eher wie ein Objekt, das benutzt und dann weggeworfen wurde.
Als sie sich von seinem durchdringenden Blick abwandte, spürte sie seine sanfte Berührung, als er behutsam ihr Kinn ergriff und ihren Kopf wieder zu sich drehte. Seine Augen waren wie ein ruhiger Ozean, tief und mitfühlend.
„Hör zu“, begann er mit einem sanften Ton, der sie beruhigte und gleichzeitig ermutigte, ihm zuzuhören.
Alyssa spürte, wie ihr Herz schneller schlug, als sie gespannt auf seine Worte wartete.
„Ich sehe, dass du keine guten Erfahrungen gesammelt hast“, fuhr er fort, sein Blick voller Mitgefühl und Verständnis.
Seine Stimme war wie ein warmes Gewand, das sie umhüllte und ihr Trost spendete.
„Doch jetzt hast du mich, und ich werde immer für dich da sein, um dich zu verwöhnen.“
Seine Worte waren wie ein Versprechen, das die Dunkelheit ihrer Vergangenheit mit einem Hauch von Licht durchdrang. Alyssa spürte eine Welle der Erleichterung über sich kommen, als sie sich in seine warmen Augen vertiefte und zum ersten Mal seit langer Zeit das Gefühl hatte, dass alles gut werden könnte.
Aus alter Gewohnheit riss sie die Augen auf und sah hinunter zu seiner Hose, wo noch immer ein verdammt großer, steifer Penis zu sehen war. Ihre Wangen färbten sich rosa, als sie bemerkte, dass er immer noch erregt war.
„Was ist mit dir?“, fragte sie nervös, während sie ihn ansah und versuchte, die Verlegenheit in ihren Augen zu verbergen.
Sam lachte sanft und zog sie sanft an sich, bevor er ihre Lippen mit den seinen verschmolz. Die Wärme seines Körpers beruhigte sie, als er sie in seine Arme nahm und sie spürte, wie sich ihr Herzschlag verlangsamte.
„Mit mir ist alles gut“, flüsterte er liebevoll zwischen den Küssen.
Alyssa konnte einfach nicht fassen, was sie gerade erlebte. Ein Mann, der nicht nur nach seiner eigenen Befriedigung strebte? War er ein Engel, oder was? Es war ein Gefühl der Verwirrung und zugleich der Faszination, das sie überkam, während sie Sam ansah und versuchte, die Worte, die er gerade gesprochen hatte, zu verarbeiten.

Ray wurde zunehmend ungeduldig. Er hatte nicht vor, hier stundenlang auf Sam zu warten. Unruhe durchströmte ihn, während er sich aus dem Stuhl erhob. Er bat Sam um ein Gespräch, und Sam stimmte zu. Doch wo zum Teufel war er? Eine leichte Wut stieg in ihm auf, begleitet von einem stechenden Schmerz. Vor gerade einmal einer Stunde hatte er sie beide noch vor Augen, wie sie sich ihm hingab. Ein Schauer lief ihm über den Rücken, und mit seiner linken Hand rieb er sich über die Stirn, als könnte er auf diese Weise den Anblick aus seinem Gedächtnis löschen.
Ein mächtiger Drang durchströmte ihn wie ein wildes Feuer, seine Sehnsucht nach Alyssa entfachte ein glühendes Verlangen, das ihn in eine rasende Entschlossenheit hüllte. Jede Faser seines Seins schien sich auf sie zu fokussieren, als ob ein unsichtbarer Faden sie untrennbar miteinander verband. Jeder Schritt, den er tat, war von einer unaufhaltsamen Energie durchdrungen, die ihn unweigerlich zu ihr lenkte, als ob das Universum selbst seine Wege auf sie abgestimmt hätte.
Er verließ das Büro, und stolzierte durch den Club.
Colt sprang auf, als er sah, wie Ray geradewegs auf die Tür zuging, und stellte sich ihm mit verschrenkten Armen in den Weg. Sein massiger Körper blockierte den Ausgang wie eine uneinnehmbare Festung, und sein finsterer Blick verriet, dass er nicht gewillt war, Ray einfach passieren zu lassen.
In dem Moment, als Ray sich entschlossen hatte, seinen Weg zu bahnen, öffnete sich die massive Tür mit einem dumpfen Knarren, und ein imposanter Mann mit feuerroten Haaren trat mit einer finsteren Miene hinter Colt hervor. Seine Erscheinung war von einer düsteren Aura umgeben, die eine bedrohliche Spannung in der Luft liegen ließ, die sogar die Wände des Raumes zu erzittern schien. Mit einer unheilvollen Ruhe legte er Colt eine eiserne Hand auf die Schulter, während seine scharfen Augen Ray durchbohrten und ihn von oben bis unten musterten. Eine unheimliche Stille herrschte, nur unterbrochen vom leisen Knistern der latenten Konfrontation, das wie eine tickende Zeitbombe in der Luft lag.
Mit einem kaum merklichen Nicken wies der Mann Colt an, sich wieder zu setzen, während er Ray weiterhin mit einem undurchdringlichen Blick fixierte. Sam trat bedrohlich nah an Ray vorbei, und ein frostiger Hauch schien die Luft zwischen den beiden Männern zu erstarren, als sie sich auf den Weg in Sams Büro machten. Ray folgte ihm unaufgefordert, doch die düstere Atmosphäre, die von ihnen ausging, ließ keinen Raum für Worte, sondern nur für die bedrohliche Stille, die wie ein dunkler Schleier über ihren Köpfen schwebte.
Die gespannten Blicke aller Anwesenden waren gebannt auf die beiden Männer gerichtet, während sie mit bedrohlicher Entschlossenheit den Raum durchquerten. Jeder Atemzug schien in der Luft zu erstarren, als würden die Pulsadern der Zeit ihre Schläge verlangsamen, um den Moment zu verlängern. Das leise Knarren der Tür, als sie sich hinter ihnen schloss, markierte den Beginn einer ungewissen Konfrontation, die die Atmosphäre mit einer düsteren Spannung erfüllte.

Ein leises, fast unheimliches Lachen durchdrang den Club und schien sich mit der angespannten Atmosphäre zu vermischen.
„Das wird spannend“, sprach Mayn mit einer tiefen Stimme, die eine Mischung aus Amüsement und Vorahnung verriet, während er einen Schluck von seinem Whisky nahm.
Seine Worte hingen wie ein drohendes Gewitter in der Luft, und die Anwesenden spürten, dass sich etwas Unheilvolles anbahnte.