Bevor ich anfange, euch detailliert über das bisherige Jahr 2024 zu erzählen, möchte ich gerne vorher über ein paar andere Dinge sprechen, die mir sehr am Herzen liegen.
Es geht insbesondere um die Liebe: die Selbstliebe, die Liebe zum Nächsten und die Liebe zu einem Partner.

Seitdem das Jahr begonnen hat, ist schon einiges passiert. Sehr Schlechtes, aber auch verdammt viel Gutes.
Wie ich oft erwähne, ist alles eine Ansichtssache!
Ich ging durch die Hölle, aber sah auch den Himmel auf Erden.

Ich kann euch mit Stolz erzählen, dass sich viele Dinge für mich geändert haben. Dass ich mich erneut verändert habe. Ich lernte unglaublich tolle Menschen kennen, aber verlor auch einige. Ich lernte täglich viele neue Dinge, entwickelte mich weiter und betrachtete die Welt aus einer anderen Perspektive, die ich vorher noch nicht kannte. Ich war auf dem besten Weg, mich zu verlieben, aber weigerte mich strikt dagegen, was letztendlich auch die richtige Entscheidung war.

Wie ihr wisst, hatte ich bisher nicht wirklich großes Glück, was die Liebe betrifft. Doch je mehr ich erlebe, desto vorsichtiger bin ich in diesem Thema.
Ja, verliebt zu sein ist wahnsinnig schön, aber geht dieses Verliebtsein auch irgendwann in Liebe über? Das wünscht sich doch jeder!
Nach meinen zwei Exfreunden nahm ich mir endgültig vor, immer auf mein Herz zu hören, bevor ich mich erneut auf irgendetwas einlasse. Immerhin irrte es sich noch nie!
Denn es geht nicht nur um mein Wohl, sondern auch um das meines Sohnes. Mein Zukünftiger muss ziemlich viele Eigenschaften mit sich bringen und auch extrem viele Feuerproben bestehen.
Was für Feuerproben? Viele… Ich kann euch nur manche aufzählen.
Dass ich einige Probleme mit mir herumtrage, brauche ich euch ja nicht noch einmal zu erzählen. Mit diesen muss er also klarkommen und sie vor allem akzeptieren. Möglicherweise kennt er ja auch Lösungswege, die ich noch nicht gesehen habe. Ebenso muss er mit Teddys Vater auskommen, denn mich gibt es nunmal nur im Dreierpack. Ean ist und bleibt immer der Vater meines Kindes und wird somit immer eine Rolle in meinem Leben spielen.
Manche von euch werden folgendes verstehen, und andere nicht.
Mein bester Freund erklärte mir einmal, was der beste Partner für mich wäre.
Seine Worte möchte ich euch gerne hier aufschreiben.

„Naja, sind wir mal ganz ehrlich: Du bist eine Partnerin, mit der jeder klarkommen würde. Und sind wir auch mal ehrlich: Ich denke, du brauchst einen Mann, der dich ‚führt‘, der dich erdet, ggf. auch mal runterholt. Derjenige muss eine sehr stark ausgeprägte Persönlichkeit haben, fast schon eine Autoritätsperson.
Anfang bis Mitte dreißig, Unternehmer oder Gutverdiener, der extrem stabil im Leben steht, ein schönes Häuschen hat, von allem und jedem unabhängig ist, weiß, was er will und einfach schon Lebenserfahrung und Durchhaltevermögen besitzt, um dir ein sicheres und behütetes Leben und eine feste Basis für ein Familienleben zu bieten. Weil halt auch einfach die Problematik mit Ean immer bestehen wird… Also jemand, der Ean in ALLEM mehr als nur die Stirn bieten kann.
Er muss dich erden können, damit du nicht abhebst und den Kopf verlierst. Dich sowohl mental als auch physisch unterstützen und pushen können. Dir den Rücken in allen rechtlichen und finanziellen Fragen und Problemen, egal ob familiärer, unternehmerischer oder projektbezogener Art, freihalten und dich unterstützen.“

Liebe Leute, ich bin ganz ehrlich… Als ich dieses Gespräch mit Coby führte, flossen die Tränen nur so in Strömen. Diese ganze Unterhaltung ging mir einfach näher, als ich es erwartet und gewollt hatte.
In den meisten Dingen gebe ich ihm recht. Okay, gut, in allem. Und das kotzte mich tierisch an.
Das alles mag jetzt wie Jammern auf hohem Niveau klingen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es viele Menschen da draußen gibt, die sich genau das Gleiche wünschen wie ich: einen Partner, der einen von ganzem Herzen liebt, in guten wie in schlechten Zeiten, der einen so nimmt, wie man ist, und einen nicht versucht zu verändern. Jemanden, bei dem man sich geborgen fühlt, einen Menschen, dem man ohne zu zögern sein Leben anvertrauen würde, weil man weiß, dass er alles dafür geben würde, dass es einem gut geht. Jemanden, bei dem man sich niemals verstellen muss, immer ehrlich sein kann und sich nicht vor seiner Reaktion oder seinem Handeln fürchtet. Einen Menschen, bei dem man lieber nach Hause kommt, als zur Arbeit zu fahren.

Wisst ihr, was ich meine? All das macht doch die Liebe aus.
Doch so jemanden zu finden, darin liegt die Schwierigkeit.

Einige von euch reden sich ihre Partnerschaft schön, obwohl sie genau wissen, dass es nichts für die Ewigkeit ist. So wie ich damals.
Diesen Mut zu finden, einfach zu beenden, was einem nicht gut tut, schaffen nicht viele. Oftmals ist es dann schon fast zu spät, und sie nehmen aus dieser Beziehung zu viele schlechte Dinge mit, was ihnen die Zukunft nur erschwert. Außerdem hätte das Ganze möglicherweise ziemlich schlimme Konsequenzen. Oder?
Nun, nicht unbedingt.
Ja, für den ersten Moment mag es wie ein Weltuntergang sein, doch im Nachhinein ist es eine sehr gute Entscheidung. Ich spreche aus Erfahrung. Einer von beiden ist in der Regel sehr wütend, wenn der andere die Beziehung beendet. Das ist ganz normal. Also versucht man, sich gegenseitig fertig zu machen. Auch normal. Es sollte zwar nicht so sein, aber so laufen Trennungen überwiegend ab, das wissen wir alle.
Mittlerweile, da ich selbst so viel erlebt habe, kann ich einem Pärchen nach kurzer Zeit ansehen, ob diese Beziehung hält oder ob sie irgendwann zerbricht. Und glaubt mir, es tut mir im Herzen sehr weh zu sehen, dass eine Partnerschaft geführt wird, bei der beide Seiten genau wissen, dass sie früher oder später beendet wird. Ich weiß ganz genau, wie es ist, und kann jeden Gedanken und alle Emotionen bestens nachvollziehen.

Aber genug davon. Immerhin wollte ich euch über meine eigene Geschichte erzählen.

Gehen wir mal weiter zur Selbstliebe.
Dieses Jahr fing ich zum ersten Mal an zu erfahren, wie es ist, begehrt zu werden. Seitdem ich mich mehr um Social Media kümmere, höre ich wunderschöne Dinge über mich. Und ihr könnt euch vorstellen, dass es wahnsinnig gut tat! Gott, ich genoss diese Aufmerksamkeit so sehr, dass ich beinahe überfordert damit war! Heilige Scheiße, ich hörte endlich das, was ich schon immer hören wollte! Und es ging runter wie Öl!
Doch immer wieder gibt es Momente, in denen ich große Zweifel habe, ob all das der Wahrheit entspricht.
Bin ich wirklich so schön, wie man mir täglich immer und immer wieder sagt?
Hat mein Körper tatsächlich die sportliche Figur, die alle wahrnehmen?
Bin ich echt so intelligent, wie sie alle glauben?
Arbeite ich tatsächlich so viel, dass man mich einen Hustler nennen kann?
Bin ich wirklich eine so tolle Mutter, wie sie es beurteilen?
Mache ich das, was ich tue, wirklich so gut, wie man es mir sagt?

Unglaublich viele Zweifel gehen mir andauernd durch den Kopf. Aber kann man es mir verübeln?
Wie oft hörte ich in meinem Leben, dass ich so hässlich sei, dass man Augenkrebs wegen mir bekäme!
Wie oft hörte ich, dass ich fett bin!
Wie oft hörte ich, dass ich die dümmste Person auf der Welt sei!
Wie oft sagte man mir, dass ich extrem faul sei und keine Arbeit kenne!
Wie oft bekam ich zu hören, dass ich mein Kind schlecht behandle!
Wie oft sagte man mir, dass ich eine abscheuliche Person sei!

Ich arbeite verdammt hart daran, nicht den Glauben an mich selbst zu verlieren. Die Meinung anderer sollte mir am Arsch vorbeigehen! Das tut sie auch, irgendwie… Aber wenn du über zwanzig Jahre immer und immer wieder mit solchen Aussagen konfrontiert wirst, wenn neun von zehn Menschen dieser Meinung sind, dann gibst du ihnen möglicherweise irgendwann recht. Und dennoch… Ich kann diesen Äußerungen einfach nicht zustimmen! Selbst wenn ich immer wieder zweifle, es stimmt nicht!
Als ich damals krank wurde, glaubte jeder, all mein Leiden läge ausschließlich an der Psyche, aber ich wusste ganz genau, dass es andere Ursachen hatte, die sich letztendlich auch bestätigten.
Ich alleine wusste, dass da mehr war, als andere denken und sehen.
Warum also sollte ich heute anfangen, auf die Meinung anderer zu hören, obwohl ich die einzige bin, die die Wahrheit tatsächlich kennt? Die sich selbst am besten kennt? Die ihre eigenen Gedanken am besten und lautesten hört? Die ihr eigenes Handeln als erstes sieht?
Ich hoffe, ihr versteht, was ich damit sagen will.

Täglich, egal ob ich gerade innerlich kämpfe oder nicht, versuche ich mich zu erinnern, was ich alles erreicht habe, seitdem ich anfing, mich mehr um mich selbst zu kümmern, als um das Wohl anderer. Damit ist natürlich nicht mein Kind gemeint! Es geht darum, dass ich immer alle um mich herum glücklich machen wollte, aber selten mich selbst! Und genau das ist der falsche Weg!

Alle, die mich schon länger kennen, staunen möglicherweise.
Vom Mobbingopfer zur geschätzten Person.
Vom beinahe Selbstmord zur wahren Kämpferin, eine Überlebenskünstlerin!
Ich erreichte große Dinge, nur weil ich an mich selbst und an meine Fähigkeiten glaubte. Ich kann also verdammt stolz auf mich sein!
Doch ich bin längst nicht da, wo ich sein will. Mein Weg ist noch lang, und die Steine darin werden mich immer wieder an meine Grenzen bringen. Diese Steine tun zwar weh, aber sie gehören dazu, und wenn es sie nicht gäbe, woran würde ich dann wachsen?
Mit jedem Konflikt lerne ich dazu. Bei jeder Niederlage lerne ich dazu. Mit jedem Heulkrampf werde ich stärker.
Jedes Mal, wenn mich jemand verletzt, werde ich stärker und lerne dazu. Also, ich begrüße diese Steine herzlich. Denn ohne sie wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin.
In mir steckt noch so viel mehr, als ich selbst sehen kann! So ist es übrigens auch mit euch! Nur weil euch jemand sagt, ihr könnt etwas nicht, heißt das noch lange nicht, dass es stimmt! Seht euch doch mal in der Welt um. Kein Mensch da draußen ist mit allem Wissen oder allen Fähigkeiten geboren. Jeder einzelne musste es erst lernen. Warum also solltest du etwas nicht können, obwohl du es noch nicht versucht hast? Wer zur Hölle kann tatsächlich in die Zukunft sehen und beweisen, dass du dieses Ziel nicht erreichst?
Das alles sind Fakten, die sich jeder einprägen sollte.
Niemand sollte über euch urteilen, bestimmen oder Behauptungen aufstellen.
Wer hätte gedacht, dass ich hier heute sitze, obwohl damals alle Zeichen dafür sprachen, dass ich einfach sterben sollte?
Wer hätte gedacht, dass ich tatsächlich einige Menschen mit meiner Geschichte und Website inspirieren konnte und sie Schritte wagten, die sie sich vorher niemals zutrauten?
Wer hätte gedacht, dass ich tatsächlich jemals glücklich wäre mit mir selbst?

Niemand von euch sollte jemals irgendeine Tat bereuen.
Für alle eure Handlungen oder Gedanken habt ihr triftige Gründe, auch wenn sie niemand außer euch nachvollziehen kann.

Selbst wenn ihr euch im Nachhinein denkt: „Ich hätte anders reagieren oder handeln sollen…“
NEIN! Denn all das, was ihr erlebt, sagt oder tut, formt euch zu dem Menschen, der ihr sein sollt.
Wenn euch also immer wieder schlimme Dinge passieren, dann soll es so sein.
Ich sage es euch gerne täglich – in allem Schlechten gibt es IMMER etwas Gutes! Auch wenn ihr es nicht immer sofort wahrnehmt.
Ich predige euch das bestimmt noch häufiger!
Und bitte, liebt euch selbst so, wie ihr seid!
Es ist wichtig für euch zu wissen: Wenn ihr euch selbst nicht so liebt, wie ihr seid, könnt ihr genau das auch nicht von anderen erwarten!
Fangt an, euch selbst zu lieben, dann werdet ihr auch die Personen treffen, die exakt das Gleiche tun. Auch ich muss mir das immer wieder selbst sagen.

Täglich merke und fühle ich immer mehr, wie sehr es mir am Herzen liegt, dass mein Kind alles anders erlebt, als ich es tat.
Mittlerweile kenne ich sehr viele Menschen, denen es irgendwie ähnlich erging wie mir.
Ja, keiner hat eine „perfekte“ Kindheit, doch manchen Kindern wird eines der wichtigsten Dinge auf dieser Welt mitgegeben: die Liebe.
Jeder drückt seine Liebe auf eine andere Art und Weise aus, das ist klar.
Ein Kind braucht Geduld. Unglaublich viel Geduld. Jedes Elternteil weiß ganz genau, dass unsere Kinder uns an Grenzen bringen, an die wir nicht gehen wollen. Doch kaum ein Elternteil versteht, dass dieses Kind es nicht absichtlich tut und dass die Reaktion des Elternteils nicht unbedingt an der Handlung des Kindes liegt, sondern vielmehr an dem, was dieses Elternteil in der Vergangenheit selbst erlebte.
Wenn das Kind brüllt, wild um sich schlägt oder gar lügt, macht es das nicht, weil es etwas Böses will. Nein… Es weiß sich nicht anders auszudrücken, kennt es nicht anders oder hat furchtbare Angst vor den Konsequenzen.
Auch hier gilt: Nicht jeder wird verstehen, was ich meine.
Wenn ich damals gelogen habe, dann nur, weil ich wusste, dass ich bei der Wahrheit Schmerzen erleide. Nicht unbedingt physische, sondern auch psychische.
Wenn ich von meinen Eltern angebrüllt wurde, tat es mir unglaublich weh.
Wenn man mich wegschickte, tat es mir unglaublich weh.
Wenn man mich nicht anhörte, tat es mir unglaublich weh. Wenn ich nicht beachtet wurde, tat es mir unglaublich weh.
Aber gesehen hat es niemand.
Doch bei meinem Kind versuche ich alles anders zu machen.
Ein Beispiel:
Ich bin als Kind meinem Vater rund um die Uhr hinterhergelaufen, habe vor mich hin gebrabbelt, um seine Aufmerksamkeit gebettelt und wollte einfach nur in seiner Nähe sein.
Natürlich nervte es ihn, denn er hatte genug mit anderen Dingen zu kämpfen.
Wenn mein Sohn heute permanent, ohne durchzuatmen, „Mama“ ruft und keine Sekunde ohne mich kann, stöhne ich auch hin und wieder. Aber ich gebe mein Bestes, das Gegenteil zu machen von dem, was ich erlebte.
Wenn mein Kind mir zum millionsten Mal zeigen will, wie weit das Papierflugzeug fliegen kann, und danach so jubelt, als hätte er es zum allerersten Mal geworfen, dann freue ich mich mit und für ihn. Ich möchte einfach nicht, dass er das Gefühl bekommt, seine Bedürfnisse wären mir nicht wichtig. Das liegt mir wirklich sehr am Herzen.

Ganz egal, wie sehr mich mein Kind hin und wieder auch nervt, ich liebe absolut alles an ihm! Mir fällt immer mehr auf, wie sehr er mir ähnelt. Oft lache ich herzhaft, wenn ich gewisse Dinge bei ihm beobachte – wie er reagiert, was er als Nächstes tut und so weiter – weil es mich so sehr an mich erinnert. Jedoch gehe ich anders damit um, als meine Eltern.
Meinen Sohn bezeichne ich gerne als meinen Klon. Nur in kleiner und mit Penis! Das lässt mich gerne schmunzeln.
Natürlich wird auch er irgendwann eine Phase durchleben, wo Mama und Papa einfach nur Scheiße sind. Die hat jeder!
Doch ich möchte, dass er weiß, auch dann werde ich für ihn da sein. Ich werde ihm durch alle Lebenslagen helfen, ganz egal, welche es sind. Ich möchte, dass er sich mir jederzeit anvertrauen kann. Ich möchte, dass er weiß, er wird immer von ganzem Herzen geliebt.

Ich möchte hiermit meine Eltern nicht als Rabeneltern hinstellen, sondern einfach nur andere Wege aufzeigen. Denn wie gesagt, jeder hat für sein Handeln und seine Gedanken triftige Gründe! Immer! Auch meine Eltern! Ich bin ihnen dankbar dafür. Immerhin habe ich so die Möglichkeit bekommen, es bei meinem Kind so zu handhaben, wie ich es mir immer gewünscht habe.

Mein Kind ist eine der wenigen Personen, die mir das zurückgeben, was ich gebe: unerbittliche Liebe. Dazu gehören auch meine zwei besten Freunde. Hätte ich diese beiden nicht, wüsste ich nicht, wo ich heute wäre… Definitiv nicht an dieser Stelle, so viel steht fest.
Diese beiden begleiten mich seit vielen Jahren, und für jede Sekunde bin ich mehr als dankbar. Das zeige ich ihnen auch deutlich.

Nun zurück zur Partnerschaft.
Die Person fürs Leben zu finden klingt für manche unmöglich, doch das ist es nicht. Für jeden Menschen da draußen gibt es einen Seelenverwandten.
Häufig stehen wir uns selbst im Weg. Meistens liegt es daran, dass wir schon so viel Negatives erlebt haben, dass wir Positives kaum noch zulassen.
Möglicherweise ist mein vorherbestimmter Partner, mit dem ich alt werde, bereits vor meiner Nase.
Allerdings überdenke ich einiges etwa fünfzigtausend Mal. Man kann es mir nicht verübeln. Bisher wurde ich immer nur verletzt und im Stich gelassen. Da fällt es mir schwer, irgendwem tatsächlich so zu vertrauen, wie man es in einer Partnerschaft tun sollte.

Mal ehrlich, jeder wünscht sich den Partner fürs Leben an der Seite, auch wenn er es nicht zugibt. Und jeder Mensch braucht auch so einen Partner!
Die Liebe ist und bleibt das mächtigste Gefühl auf dieser Welt.
Die Liebe versetzt Berge. Die Liebe macht Dinge möglich, die für unmöglich gehalten werden! Jede Seele auf dieser Welt braucht Liebe!
Doch gleichzeitig kann sie auch das Schlimmste auf der Welt sein, wenn sie nicht erwidert wird.

Eigentlich war ich gerade erst auf einem Weg, den ich wie folgt benannt habe: „Ich brauche niemanden außer mich selbst! Nur ich alleine kann mich so lieben, wie ich es verdiene! Ich konzentriere mich gerade auf mich, da kann ich mir so einen Schwachsinn nicht leisten!“
Ich möchte mich eigentlich ungern auf etwas Neues einlassen. Immerhin gefällt mir die Situation, dass ich von so vielen Menschen begehrt werde. Ich bekomme Dinge zu hören, die ich viele Jahre nicht hörte. Man lässt mich Dinge spüren, die ich noch nie spürte. Warum also sollte ich all das aufgeben für nur eine einzige Person, die mich möglicherweise irgendwann doch links liegen lässt?
Tja, aber wie man so schön sagt, die Liebe passiert einfach. Du kannst sie nicht beeinflussen oder kontrollieren. Wenn sie da ist, dann ist sie da.

Doch dann gibt es Momente, da schnuppere ich eine gewisse Nähe, eine kleine Verbindung, die mir zeigt, wie sehr ich mir die Liebe und den Partner fürs Leben ersehne.
Ich will die Liebe… Ich will sie so sehr! Aber dann auch irgendwie nicht. Wenn ich sie zulasse, bin ich verletzbar und das will ich nicht sein. Wenn man mich verletzt, zerstört man einen winzigen Teil in mir, der mich immer mehr zu einer Person macht, die ich eigentlich nicht sein möchte, aber durchaus sein kann: kalt, brutal, skrupellos, egoistisch.
Wenn ich diese Person bin, komme ich ein Stück näher an meine Ziele, das ist der Vorteil. Doch will ich auf diese Art an meine Ziele gelangen? Eigentlich eher nicht. Aber hin und wieder muss ich genau so sein.
Ich bin eine Frau, die sehr gerne Liebe versprüht. Ich zeige gerne die Schönheiten des Lebens und lasse andere Menschen spüren, dass sie unglaublich tolle Seelen sind! Ich sorge mich um sie! Das tut nicht nur ihnen gut, sondern auch mir. Ich liebe es, andere zum Lachen zu bringen, ihr Herz zu erwärmen, für sie stark zu sein, wenn sie es gerade nicht sein können, und helfe immer, so weit es geht. Und all das, ohne Gegenleistung.
Ich erwarte nichts. Denn wenn ich etwas erwarte, werde ich enttäuscht.
Natürlich wünsche ich mir auch jemanden, der mir all das mal geben könnte, was ich gebe. Doch wo dieser Jemand steckt, weiß ich noch nicht.
Vielleicht ist es der, den ich neulich kennenlernte? Vielleicht aber auch nicht.
Vielleicht ist es mein Nachbar? Vielleicht aber auch nicht.
Vielleicht muss ich auch erst erneut umziehen, um diesen Menschen zu begegnen, vielleicht aber auch nicht.
Ich würde es so gerne herausfinden, aber fürchte mich auch davor. Ich habe so hart an mir gearbeitet, dass ich stark bleibe und meine Seele nicht von Bosheit verzerrt wird. Da habe ich nun mal Angst davor, dass genau das die Konsequenz sein wird, wenn ich mich verliebe, aber dieses Verliebtsein nicht erwidert wird.
Eine äußerst komplizierte Situation eben. Ich denke aber, so manch einer wird mich verstehen können.
Wenn du viel erlebt hast, bist du vorsichtiger.

Aber eines ist sicher: Wenn ich es nicht irgendwann versuche, werde ich auch nie erfahren, ob es das ist, was ich mir wünsche. Das gilt übrigens für absolut alle Themen und nicht nur für die Liebe! Wenn ich eines dieses Jahr bereits gelernt habe, ist es, dass ich niemals erfahren werde, ob es funktioniert, wenn ich es nicht versuche.

Und noch ein kleiner Rat am Rande: Wenn du dir vornimmst, deine Ziele endlich zu verfolgen und deine Träume Wirklichkeit werden lassen willst, dann halte dich verdammt noch mal an die Menschen, die dich näher an dein Ziel bringen und nicht an die Menschen, die dich genau dort halten, wo du gerade bist, oder dich sogar noch herunterziehen!

Ich gebe mein Bestes, mich selbst an meinen Rat zu halten, auch wenn es nicht immer einfach ist.

In diesem Sinne, meine lieben Leser, macht das Beste aus jeder Situation.
Genießt jeden Augenblick, egal ob er gut oder schlecht ist.
Lernt täglich neue Dinge dazu, wachst immer weiter und lasst euch nicht von euren Zielen abhalten!








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