Ich m├Âchte euch ein wenig ├╝ber Depressionen und Panikattacken erz├Ąhlen. Vorsichtshalber setze ich zwischendurch mal eine TRIGGERWARNUNG.

Es gibt wirklich tausende Arten von Depressionen und Panikattacken. Sie sind alle sehr unterschiedlich, aber dennoch gleich. Ich euch gerne mal die Vor- und Nachteile davon auf. Wie ihr bemerkt, mache ich das gerne. Also die Vor- und Nachteile von gewissen Dingen aufzuz├Ąhlen, oder auch andere Dinge zu erkl├Ąren, beziehungsweise aufzulisten. Mir selbst ist es wichtig, immer in alle Richtungen zu sehen. Klar, in manchen Sachen ├╝berwiegen die Nachteile, aber war es deshalb eine schlechte Entscheidung? Im Ernst, es sind manchmal wirklich die kleinen Dinge oder Lichtblicke, die einen zu den besten Entscheidungen helfen! Ich kann das gar nicht oft genug betonen!

So, ab hier TRIGGERWARNUNG ÔÇô DEPRESSIONEN/PANIKANF├äLLE:

Depressionen sind ernsthafte und komplexe psychische Erkrankungen, die sich auf das emotionale Wohlbefinden, das Denken und das Verhalten eines Menschen auswirken.

Die Nachteile:

Einschr├Ąnkung der Lebensqualit├Ąt: Depressionen k├Ânnen zu einer erheblichen Einschr├Ąnkung der Lebensqualit├Ąt f├╝hren, da sie das t├Ągliche Funktionieren in verschiedenen Lebensbereichen beeintr├Ąchtigen.

Arbeitsprobleme: Depressionen k├Ânnen die Arbeitsf├Ąhigkeit beeintr├Ąchtigen, was zu Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung von Arbeitsverpflichtungen, verminderter Produktivit├Ąt und m├Âglicher Arbeitsplatzverlust f├╝hren kann.

Soziale Isolation: Menschen mit Depressionen neigen dazu, sich zur├╝ckzuziehen und den Kontakt zu Freunden und Familie zu vermeiden. Dies kann zu sozialer Isolation f├╝hren und das Gef├╝hl der Einsamkeit verst├Ąrken.

Schlafst├Ârungen: Viele Menschen mit Depressionen leiden unter Schlafst├Ârungen, sei es in Form von Schlaflosigkeit oder ├╝berm├Ą├čigem Schlafbed├╝rfnis. Dies kann zu M├╝digkeit und verminderter Leistungsf├Ąhigkeit f├╝hren.

K├Ârperliche Gesundheit: Depressionen k├Ânnen auch negative Auswirkungen auf die k├Ârperliche Gesundheit haben, indem sie das Immunsystem beeintr├Ąchtigen und das Risiko f├╝r andere Gesundheitsprobleme erh├Âhen.

Kognitive Beeintr├Ąchtigungen: Beeintr├Ąchtigungen im Denken, wie Konzentrationsprobleme und Entscheidungsschwierigkeiten, sind h├Ąufige Begleiterscheinungen von Depressionen und k├Ânnen die Alltagsfunktion beeintr├Ąchtigen.

Negatives Selbstwertgef├╝hl: Menschen mit Depressionen haben oft ein stark negatives Selbstbild und leiden unter einem geringen Selbstwertgef├╝hl, was die F├Ąhigkeit zur Bew├Ąltigung von Herausforderungen beeintr├Ąchtigen kann.

Suizidgedanken und -verhalten: Depressionen erh├Âhen das Risiko f├╝r suizidale Gedanken und Verhaltensweisen, was eine ernsthafte und lebensbedrohliche Komplikation darstellt.

Belastung von Beziehungen: Die emotionalen Belastungen durch Depressionen k├Ânnen zu Konflikten und Spannungen in zwischenmenschlichen Beziehungen f├╝hren.

Finanzielle Belastung: Die Behandlungskosten und der potenzielle Verlust des Arbeitsplatzes k├Ânnen zu finanziellen Belastungen f├╝hren, was die Stressbelastung weiter verst├Ąrken kann.

Doch auch Depressionen haben Vorteile.

Die Vorteile:

Pers├Ânliches Wachstum: Einige Menschen berichten, dass sie durch den Umgang mit Depressionen ein tieferes Verst├Ąndnis f├╝r sich selbst und ihre Bed├╝rfnisse entwickelt haben, was zu pers├Ânlichem Wachstum f├╝hren kann.

Empathie: Die Erfahrung von Depressionen kann dazu f├╝hren, dass Menschen empathischer und verst├Ąndnisvoller gegen├╝ber anderen werden, die ├Ąhnliche Herausforderungen durchmachen.

St├Ąrkung der Bew├Ąltigungsf├Ąhigkeiten: Der Umgang mit Depressionen erfordert oft die Entwicklung von Bew├Ąltigungsstrategien, die langfristig dazu beitragen k├Ânnen, mit Stress und Lebensherausforderungen besser umzugehen.

Zugang zu Unterst├╝tzungssystemen: Depressionen k├Ânnen dazu f├╝hren, dass Menschen sich nach Unterst├╝tzung umsehen, sei es in Form von Therapie, Selbsthilfegruppen oder dem Vertrauen in Freunde und Familie. Das Aufbauen solcher Unterst├╝tzungssysteme kann langfristig von Nutzen sein.

Diese Vorteile nutze ich selbst auch, und ich kann es nur jedem empfehlen, der damit zu k├Ąmpfen hat. Es ist kein Scherz, aber eigentlich durchlebt jeder auf diesem Planeten mal so eine Phase. Manche erkennen sie, manche nicht. Manche kommen damit zurecht oder suchen sich Hilfe, manche nicht. Das muss jeder f├╝r sich selbst entscheiden.

Jeder, der selbst darunter leidet und es auch akzeptiert, erkennt es bei anderen sofort. Ich selbst sehe solche Phasen immer wieder bei Personen in meiner Umgebung. Wenn man einmal damit in Kontakt kam und sich dar├╝ber selbst bewusst wird, ist es ganz sch├Ân traurig zu sehen, wie viele Menschen darunter leiden.
Wie gesagt, manche sind von so etwas st├Ąrker betroffen als andere. Ich selbst muss immer wieder zugeben, dass auch ich eine Zeit lang stark davon verzehrt wurde. Ja, durch Henry fand ich einen Ausweg, aber solche Phasen bekomme ich zwischendurch immer wieder erneut. Sie halten aber nur noch kurze Zeit an und nicht gleich ein ganzes Jahr. Und das nur, weil ich mich selbst immer wieder versuche irgendwie dort herauszuziehen. Ich bem├╝he mich immer, die positiven Dinge zu sehen!

Jetzt zu Panikattacken.
Panikattacken sind pl├Âtzliche, intensive Episoden von ├╝berw├Ąltigender Angst, die mit einer Vielzahl k├Ârperlicher und psychischer Symptome einhergehen. Diese Anf├Ąlle treten unerwartet auf und erreichen oft innerhalb weniger Minuten ihren H├Âhepunkt.

Die Nachteile:

Intensive Angst: Das Hauptmerkmal einer Panikattacke ist eine ├╝berw├Ąltigende und unerkl├Ąrliche Angst. Diese Angst kann so intensiv sein, dass Betroffene das Gef├╝hl haben, die Kontrolle zu verlieren oder sogar zu sterben.

K├Ârperliche Symptome: Panikattacken gehen mit einer Vielzahl k├Ârperlicher Symptome einher, darunter Herzklopfen oder schneller Herzschlag, Atemnot oder Hyperventilation, Schwei├čausbr├╝che, Zittern, Schwindel oder Benommenheit.

Brustschmerzen oder Unbehagen: Viele Menschen erleben w├Ąhrend einer Panikattacke Brustschmerzen oder ein Gef├╝hl von Druck in der Brust, was oft zu der Sorge f├╝hrt, einen Herzinfarkt zu erleiden.

Sensationsver├Ąnderungen: Betroffene k├Ânnen Taubheitsgef├╝hle oder Kribbeln in den Extremit├Ąten erleben, was oft mit der Angst vor einer schwerwiegenderen k├Ârperlichen Erkrankung in Verbindung gebracht wird.

Schwitzen und Fr├Âsteln: Starkes Schwitzen oder ein Gef├╝hl von K├Ąlte oder Hitze sind h├Ąufige Begleiterscheinungen von Panikattacken.

Gef├╝hl der Entfremdung: Einige Menschen erleben w├Ąhrend einer Panikattacke ein Gef├╝hl der Entfremdung von sich selbst oder ihrer Umgebung, als ob sie die Realit├Ąt verlieren.

Angst vor Kontrollverlust: Viele Menschen mit Panikattacken f├╝rchten, die Kontrolle ├╝ber sich selbst oder ihre Handlungen zu verlieren. Diese Angst verst├Ąrkt oft die Intensit├Ąt der Attacke.

Angst vor dem Tod: Die ├╝berw├Ąltigende Angst w├Ąhrend einer Panikattacke kann mit der Furcht vor dem eigenen Tod oder dem Tod anderer verbunden sein.

Dauer und Intensit├Ąt: Panikattacken dauern normalerweise nur wenige Minuten, k├Ânnen aber sehr intensiv sein. Die Auswirkungen k├Ânnen jedoch auch noch einige Zeit nach der Attacke sp├╝rbar sein.

Ausl├Âser: Panikattacken k├Ânnen spontan auftreten oder durch bestimmte Ausl├Âser, wie beispielsweise Phobien oder belastende Lebensereignisse, verursacht werden.

Auch hier gibt es aber auch Vorteile.

Die Vorteile:

Selbsterkenntnis: Menschen, die Panikattacken erleben, k├Ânnen durch diese Erfahrung ein tieferes Verst├Ąndnis f├╝r ihre eigenen ├ängste, Ausl├Âser und Bew├Ąltigungsmechanismen entwickeln.

Suche nach Hilfe: Panikattacken k├Ânnen Menschen dazu motivieren, professionelle Hilfe zu suchen, sei es durch Psychotherapie, Medikamente oder andere Formen der Unterst├╝tzung.

Bewusstsein f├╝r mentale Gesundheit: Die Erfahrung von Panikattacken kann zu einem gesteigerten Bewusstsein f├╝r die Bedeutung der mentalen Gesundheit f├╝hren, sowohl bei der betroffenen Person selbst als auch in ihrem sozialen Umfeld.

Entwicklung von Bew├Ąltigungsstrategien: Menschen, die mit Panikattacken konfrontiert sind, entwickeln oft Strategien, um mit Angst und Stress umzugehen. Dies kann langfristig zu einem besseren Umgang mit verschiedenen Lebensherausforderungen beitragen.

Es ist mir wichtig, dass ihr euch alle bewusst seid, dass ich keine Therapeutin bin oder jemand, der euch belehren m├Âchte! Ich zeige euch lediglich die Vorteile und Nachteile, damit jeder wei├č, dass es wirklich in allem Schlechten auch immer etwas Gutes zu finden ist. Ja, in solchen Momenten verliert man die Kontrolle und sieht ausschlie├člich die schrecklichen Dinge. Aber versucht mal in genau so einer Situation das Positive zu finden. Glaubt mir, es lohnt sich. Man muss es nur mal versuchen!

Doch letztendlich kann nur ein ausgebildeter Therapeut euch wahre Unterst├╝tzung geben!

Ehrlich, bis ich mir all das eingestehen und akzeptieren konnte, dauerte es Ewigkeiten. Auch mit Hilfe einer Therapie werde ich meine Panikanf├Ąlle nicht loswerden, aber ich werde lernen, wie man mit ihnen umgeht und kann dann die Situation selbst steuern. Und das reicht mir allemal!

TRIGGERWARNUNG ENDE

Es ist mein voller Ernst. In allem Schlechten gibt es immer etwas Gutes.

Das Sch├Âne am Krieg? Die Welt verliert an Bev├Âlkerung und das tut diesem Planeten sehr gut.
Das Sch├Âne, dass es immer noch keine endg├╝ltige Heilung an Krebs gibt? Gleicher Grund, weniger Menschen auf diesem Planeten = Tut der Natur sehr gut.
Das Sch├Âne, wenn dich Arbeiten total ankotzt? Du wirst daf├╝r bezahlt und kannst dir dadurch ein Dach ├╝ber den Kopf und Lebensmittel leisten.
Das Sch├Âne, am ach so gef├Ąhrlichem World Wide Web? Du kannst dein Wissen und vieles mehr um viel erweitern.
Das Sch├Âne an Missbrauch/Vergewaltigung? Man lernt dazu! Auch wenn es auf eine schreckliche Art und Weise ist. Hier spreche ich nicht von kleinen Kindern!
Das Sch├Âne an der globalen Erw├Ąrmung? Die Erde will sich endlich erneut erholen, wie sie es schon mehrfach tat.
Das Sch├Âne an Massen Schlachtung der Tiere? Dadurch haben mehr Menschen t├Ąglich Fleisch auf dem Tisch, was der K├Ârper ben├Âtigt.
Das Sch├Âne an Veganern? Dadurch wurden mehr M├Âglichkeiten geschaffen, Alternativen zu Fleisch zu finden.
Das Sch├Âne daran, wenn jemand im Koma liegt? Diese Person bekommt nicht mit, wie viel Schei├če auf dieser Welt geschieht.
Das Sch├Âne an der Politik 2023? Viele Menschen nehmen Dinge wahr, die sie vorher nie gesehen haben.
Das Sch├Âne daran, dass wir nicht das komplette Universum erkunden k├Ânnen? Wir k├Ânnen nicht noch mehr zerst├Âren!
Das Sch├Âne an Drogen einnehmen? Die Person kann sich f├╝r einen Augenblick besser f├╝hlen.

Versteht ihr, was ich meine? Nennt mir schreckliche Momente, Taten oder ├ähnliches, und ich nenne euch das Positive darin. Klar, die Meinungen bez├╝glich dieser genannten Dinge sind unterschiedlich. Ich selbst bin zum Beispiel der Meinung, dass Krebs nicht geheilt werden sollte und Krieg niemals enden sollte. All diese Beispiele und Aussagen sind zwar ziemlich hart, aber mal ehrlichÔÇŽ Ja, es gibt wirklich ├╝ble Schicksalsschl├Ąge, und mir tun die Betroffenen f├╝rchterlich leid, keine Frage! Aber denkt an die Konsequenzen, wenn jeder Mensch ├╝ber hundert Jahre alt wird. Es gibt eine totale ├ťberbev├Âlkerung auf diesem Planeten, und wir zerst├Âren alles. Wenn es keinen Krieg mehr g├Ąbe und alle Krankheiten heilbar w├Ąren, wo w├Ąren wir dann jetzt? Denkt mal dar├╝ber nach.

Ich sage nicht, dass diese Denkweise einfach ist. Keineswegs! Sie ist wirklich schwer, und oft sehe auch ich kein einziges positives Detail, wenn ich in der Klemme stecke. Aber im Nachhinein wird mir immer bewusst, welche sch├Ânen Dinge eine schreckliche Situation oder Tat mit sich brachte.

Im Jahr 2022 stand ich immer wieder an einer Klippe, bereit zum Springen, doch ich tat es nicht. Es gab einen Haufen Gr├╝nde, warum ich springen sollte, und genauso viele Gr├╝nde, warum ich einige Schritte zur├╝ckgehen sollte. Erinnert ihr euch an meine merkw├╝rdigen ÔÇ×Zuf├ĄlleÔÇť, die ich erlebte?

In diesem Jahr kamen sie h├Ąufig in Form von Musik. Manchmal kam es mir vor, als h├Ątte man mir eine Wanze eingepflanzt, die meine Gef├╝hle und Gedanken sofort an den Radiosender ├╝bertrugen. Es schien beinahe egal zu sein, welchen Sender ich einschaltete. Oft, wirklich extrem oft, liefen Songs, die genau zu meiner Situation passten oder mich daran erinnerten, wie sch├Ân die Welt sein konnte. Nennt mich ruhig verr├╝cktÔÇŽ

Es liefen Songs von Nickelback, bei denen ich zum ersten Mal den Text wirklich wahrnahm. Es liefen neue Songs, die genau das beschrieben, was ich f├╝hlte oder dachte. Es liefen Songs, die ich gef├╝hlt hundert Jahre nicht mehr geh├Ârt hatte, die mich aber immer gl├╝cklich machten. Nennt es Zufall oder nicht.

Bevor ich im amerikanischen Laden anfing, h├Ârte ich eine Zeit lang einen speziellen Song rauf und runter. Kennt ihr das Lied ÔÇ×Ich bin bereitÔÇť aus dem Film Vaiana? Irgendwie hatte es f├╝r mich eine Bedeutung, die ich nicht genau benennen konnte. An meinem Probetag in dem amerikanischen Laden lief dieses Lied im Laden. Nennt es Zufall oder Schicksal. Vielleicht lag es am Text selbst, der mir etwas bedeutete. Vielleicht war es aber auch die Botschaft dahinter.

Die Botschaft k├Ânnte sein: Die innere Suche nach Identit├Ąt und das Streben nach Erf├╝llung der eigenen Bestimmung. Vaiana f├╝hlt eine starke Verbindung zum Ozean und sp├╝rt, dass es mehr f├╝r sie gibt, als nur auf der Insel zu bleiben. Sie ist bereit, die Komfortzone zu verlassen und sich auf ein Abenteuer zu begeben, um ihre Bestimmung zu finden. Vielleicht erging es mir ├Ąhnlich. Erinnert ihr euch an diesen merkw├╝rdigen Drang, mich unbedingt auf die Verk├Ąuferstelle bewerben zu m├╝ssen?

Hin und wieder versp├╝re ich einen ultimativen Drang, schleunigst etwas zu ├Ąndern oder auszubrechen. Ausbrechen aus meiner aktuellen LageÔÇŽ Denn so konnte und durfte es nicht weitergehen. Viele von euch werden diesen Drang bestimmt kennen! Die Gr├╝nde daf├╝r k├Ânnten unterschiedlich sein, und jeder erf├Ąhrt sie auf eine andere Art und Weise.

Unzufriedenheit: Der Drang nach Ausbrechen kann oft auf Unzufriedenheit mit dem aktuellen Zustand des Lebens, der Arbeit oder der Umgebung zur├╝ckzuf├╝hren sein. Das Verlangen nach Ver├Ąnderung entsteht aus dem Bed├╝rfnis nach einer erf├╝llenderen und befriedigenderen Existenz.

Suche nach pers├Ânlichem Wachstum: Menschen streben oft nach pers├Ânlichem Wachstum, neuen Erfahrungen und Herausforderungen. Der Drang nach Ausbrechen kann ein Ausdruck des Wunsches sein, sich weiterzuentwickeln und neue Aspekte des Lebens zu entdecken.

Einschr├Ąnkungen oder Routine: Das Gef├╝hl, in einer festgefahrenen Routine gefangen zu sein oder von ├Ąu├čeren Einschr├Ąnkungen behindert zu werden, kann den Drang nach Ausbrechen verst├Ąrken. Menschen sehnen sich nach Freiheit, Selbstbestimmung und neuen M├Âglichkeiten.

Beziehungsprobleme: In zwischenmenschlichen Beziehungen kann der Drang nach Ausbrechen auf Unstimmigkeiten, Konflikte oder das Bed├╝rfnis nach pers├Ânlichem Raum und Unabh├Ąngigkeit zur├╝ckzuf├╝hren sein.

Kreativit├Ąt und Selbstverwirklichung: K├╝nstler, Schriftsteller oder kreative Menschen versp├╝ren oft den Drang nach Ausbrechen, um ihre kreativen Impulse zu verfolgen und sich selbst zu verwirklichen.

Berufliche Unzufriedenheit: Der Wunsch nach einem beruflichen Wechsel oder nach Ver├Ąnderungen im Arbeitsumfeld kann einen starken Drang nach Ausbrechen hervorrufen. Dies kann auf mangelnde Motivation, schlechtes Arbeitsklima oder fehlende Herausforderungen zur├╝ckzuf├╝hren sein.

Reiselust: Der Drang nach Ausbrechen kann auch mit der Sehnsucht nach neuen Orten, Kulturen und Erfahrungen verbunden sein. Reiselustige Menschen versp├╝ren oft den Wunsch, ihre Komfortzone zu verlassen und die Welt zu erkunden.

Und wenn man ausgebrochen ist, f├╝hlt man viele verschiedene Dinge: Befreiung, Stolz, Erf├╝llung, Aufregung, Dankbarkeit, Energie, Motivation, Neugier, aber auch Furcht und Unsicherheit.

Mehrfach brach ich aus, weil ich diesen unb├Ąndigen Drang danach versp├╝rte. Viele meiner Entscheidungen kamen aus einem Impuls heraus, aber jedes Mal f├╝hlte ich mich danach gleich. Und zwar so, wie ich es eben nannte.

Noch immer habe ich h├Ąufig den Drang danach auszubrechen. Meistens ist der Grund daf├╝r Unzufriedenheit.
Ich w├╝rde unglaublich gerne mein Aussehen mit einer anderen Haarfarbe ├Ąndern. Super gerne h├Ątte ich wieder rote Haare! Ich hatte schon einmal rote Haare und f├╝hlte mich damit einfach nur hammergeil! Doch da ich sie selbst f├Ąrbte, blich die Farbe schnell aus, und somit sah ich mich irgendwann gezwungen, wieder auf meine Naturhaarfarbe zur├╝ckzukehren.
Auch habe ich den furchtbaren Drang nach einem Job, den ich mir vorher niemals zugetraut h├Ątte. Ich selbst sehe mich eher dazu berufen, in einer h├Âheren Position zu arbeiten, auf der Chefetage. Oft genug bekam ich kleine Einblicke beziehungsweise die dazugeh├Ârige Verantwortung. Doch ich habe furchtbare Angst davor, dass ich es doch nicht auf die Kette bekommen w├╝rde.
Manchmal habe ich auch einfach nur den Drang danach, einen fetten Urlaub zu machen, auch wenn es gerade nicht ins Budget passt. Einfach mal alles stehen und liegen lassen, irgendwo hinfahren und einen mit Gl├╝ck erf├╝llten Urlaub genie├čen, wie ich ihn noch nie hatte.
Ich k├Ânnte euch tausend Beispiele nennen, wo ich solch einen Drang versp├╝re! Letztendlich stehe ich mir aber immer selbst im Weg. Ich denke, das kennt auch jeder von euch, wenn man sich blo├č selbst im Weg steht, weil man zu viel ├╝ber die Konsequenzen nachdenkt.

Aber gutÔÇŽ Manchmal denke ich auch nicht viel nach, sondern mache einfach. Und was soll ich sagen, entweder lerne ich daraus, oder es war einfach nur eine geile Entscheidung!

Ein Beispiel von einem meiner Dr├Ąnge, die ich eher „impulsiv“ tat:
Es geht um das Spiel World of Warcraft. Mein Bruder fragte damals unsere Eltern, ob er dieses Spiel mal ausprobieren d├╝rfte, sein Freund h├Ątte es ihm empfohlen. Klar, das Spiel kostete Geld, aber unsere Eltern willigten ein. Schnell fand meine Mutter auch Gefallen daran, als sie ihm ├╝ber die Schulter dabei zusah. Kurzerhand besa├č sie also auch einen Account. Meine Mutter zog meinen Vater mit, und danach wurde auch mein anderer Bruder mit einbezogen. Letztendlich wollte ich es auch unbedingt spielen und durfte es auch ├╝ber den Account von meinem Bruder und meinem Vater. Was soll ich sagen, f├╝r mich ist es seitdem das beste Spiel der Welt! Am Anfang kam ich zwar ├╝berhaupt nicht darauf klar und hatte unglaubliche Schwierigkeiten, alles zu verstehen, aber mit der Zeit lernte ich viel dazu.

Irgendwann sah ich in diesem Spiel eine Fluchtm├Âglichkeit aus der Realit├Ąt. Da ich halt ein abscheulicher Teenager war und unglaublich viele Probleme hatte, zog ich mich umso lieber in die Welt dieses Spiels zur├╝ck. Dort kannte niemand mein wahres Ich und w├╝rde mich nicht verurteilen. Ich fand dort Unmengen an Freunden, die ich in der realen Welt nicht hatte. Ich bekam die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die ich mir w├╝nschte.

In der achten Klasse bekam ich ├╝ber die Schule einen Laptop. Alle Sch├╝ler aus meiner Klasse bekamen einen, um alles ein wenig digitaler zu gestalten und neue M├Âglichkeiten zu entdecken. Ob das gut war, dass jeder einen Laptop bekam? Ansichtssache! Der eine missbrauchte diese M├Âglichkeit und zeigte uns allerlei Pornowebsites, inklusive Videos, der andere nutzte es, um seine Leidenschaft zum Filmemacher zu entdecken.

Und dann komme ich. Ich nutzte es zum Zocken! Ich bekam meinen eigenen Account und verbrachte immer mehr N├Ąchte in diesem Spiel. Ich entdeckte die Welt des Internets und lie├č es krachen. Dabei baute ich allerdings auch genug Schei├če! Erinnert ihr euch an das Mobbing auf meiner Netlog-Seite? Nun ja, ein klein wenig provozierte ich es auch. Ich hatte oft das Gef├╝hl, dass mir niemand etwas anhaben konnte, wenn ich mich dort wehrte. So entstanden noch viel mehr Konflikte, als n├Âtig.

Andererseits kn├╝pfte ich durch das Internet viele Bekanntschaften. Auch verliebte ich mich einige Male und machte die typischen Phasen durch, die ein Teenager nun mal durchmacht. Ich nutzte das Internet, um der Welt Dinge mitzuteilen, die ich im realen Leben nie aussprechen konnte. Und mein Gott, ich zockte unglaublich viel! So viel, dass sich meine Eltern und Lehrerin irgendwann zusammensetzten und eine Zeitsperre einrichteten. Zuvor versuchten meine Eltern es mit einer Zeitsperre f├╝r meinen World of Warcraft-Account. Da das jedoch nicht hinhaute, weil ich sie gerne t├Ąuschte und irgendwann auch das Passwort daf├╝r herausbekam, war meine Lehrerin die letzte Chance, dass ich besser in der Schule wurde. Tja, auch die konnte ich irgendwann umgehen!
Und die impulsive Entscheidung war, dass ich nur einen Hauptschulabschluss bekam, weil ich mich viel lieber in der virtuellen Welt des Spiels aufhielt, als mich um meine Zukunft zu k├╝mmern. Dort bekam ich immer das, was ich brauchte. Ich brauchte die Zustimmung Fremder, dass der Fehler nicht bei mir, sondern bei meiner Familie lag. Die Zustimmung, dass ich ein wundersch├Ânes M├Ądchen war. Die Zustimmung, dass ich sehr intelligent war. Und die Zustimmung, dass ich geliebt wurde.

All das, was ich nie in der realen Welt empfand. Ob das eine schlechte Entscheidung war, mich eher auf das Spiel zu konzentrieren, als auf mein Leben? Ich finde nicht. Aber auch das ist Ansichtssache! Klar, h├Ątte ich nicht so viel gezockt, w├Ąre ich viel besser in der Schule gewesen und h├Ątte vielleicht sogar direkt mein Abitur gemacht, so wie all meine anderen Geschwister sp├Ąter. Aber h├Ątte ich dann all diese wundervollen Menschen kennengelernt, die ich damals traf? H├Ątte ich mich damals in eine dieser Online-Bekanntschaften hochgradig verknallt, die ich sp├Ąter auch pers├Ânlich traf? H├Ątte ich dann meine erste Ausbildung angefangen und abgebrochen und daraus viele Dinge gelernt?

H├Ątte, h├ĄtteÔÇŽ Ich w├╝rde ja gerne mal in der Zeit zur├╝ckreisen, um all diese Fragen aufzukl├Ąren!

W├Ąre ich damals nicht so ein Mobbingopfer oder Au├čenseiter gewesen, w├Ąre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin! Ja, gut, klar, k├Ânnte besser laufen, aber es ist alles richtig so! Jeder kann sein Gl├╝ck selbst schmieden. Meine schlechten Situationen sind gewollt, ungewollt. Auf der einen Seite rufe ich sie herbei, auf der anderen Seite w├╝nschte ich mir, es w├Ąre anders.

Aber wirklich, jeder ist f├╝r sein Gl├╝ck selbst verantwortlich. Und wieder muss ich betonen: Wenn du unzufrieden bist, ├Ąndere etwas!

Unzufrieden im Job? Such dir einen neuen!
Selbstst├Ąndig werden? Tu es doch!
Wunschfigur haben? Dann sorg daf├╝r!
Die Welt bereisen? Dann mach es doch!
Neue, n├╝tzliche Dinge erfinden? Tu es doch!
Ein Buch schreiben? Worauf wartest du!
Mal eine andere Haarfarbe wagen? Trau dich!
Ein Kind bekommen? Leg los und hab Spa├č dabei!
Einen geheimen Fetisch ausleben? Tu es doch!
Einen Song aufnehmen? Mach es!
Oder bei mir ÔÇô Du willst Henry Cavill pers├Ânlich treffen? Streng dich an!

Was h├Ąlt euch davon ab, eure Tr├Ąume zu verwirklichen?
Mal ehrlich, egal was ihr jetzt antworten w├╝rdet, es w├Ąre blo├č eine faule Ausrede!
Du kannst kein Buch schreiben, weil du keine Zeit hast? Dann willst du es auch nicht wirklich!
Du kannst deinen Fetisch nicht ausleben? Dann stehst du noch nicht zu diesem Fetisch!
Du wei├čt nicht, was du Neues, N├╝tzliches erfinden kannst? Ich k├Ânnte dir hundert Dinge nennen, die es noch nicht gibt! Nutze deine Fantasie! Toilette im Aktenkoffer, sage ich da nur!
Du hast Angst davor, einen neuen Job zu suchen? Welch ein wundervolles Abenteuer, neue berufliche M├Âglichkeiten zu entdecken!

Es ist schei├čegal, was ihr f├╝r Vorstellungen habt oder euch w├╝nscht. All das kann Wirklichkeit werden! Jeder Wunsch beinhaltet auch viel Arbeit. Vom Nichtstun kann auch nichts geschehen! Alle erfolgreichen Menschen arbeiten t├Ąglich hart an ihren Tr├Ąumen, dass sie in Erf├╝llung gehen und auch anhalten!
Ich kann es gar nicht oft genug zu mir selbst, so wie auch zu euch sagen: Erf├╝llt eure W├╝nsche und Tr├Ąume! Arbeitet hart daf├╝r! Es wird sich irgendwann lohnen! Lasst euch nicht herunterziehen von anderen, die nicht an euch glauben! Es ist nur wichtig, dass ihr selbst an euch und euer K├Ânnen glaubt!

Wie oft bemitleide ich mich selbst oder h├Âre mir die Geschichten anderer anÔÇŽ Jeder kann etwas an seiner Lage oder seinem K├Ânnen ├Ąndern. Man muss es nur wirklich wollen!

Habe ich an unseren M├Âbeln schon zwanzig Mal ÔÇ×Tim, der Heimwerker K├ÂnigÔÇť gespielt? Jap!
Ging es in die Hose, und wir mussten alles ersetzen? Oh ja!
Hab ich daraus gelernt? Noch nicht! Bevor ich meine Vorstellung von meinem K├Ânnen nicht erreicht habe, versuche ich es immer wieder!
K├Ânnte ich euch aber einen Schrank aus ein paar Spanplatten zaubern? Jap!
Kann ich perfekte Pfannkuchen machen? Nein! Der erste wandert grunds├Ątzlich in den M├╝ll. Die danach sind entweder sch├Ân kross oder noch halb roh!
Schaffe ich es jemals, einen perfekten Pfannkuchen zu machen? Keine Ahnung, fragt mich in zehn Jahren noch mal!
P├Âble ich andere an, weil sie beschissen W├Ąnde streichen? Jap!
Kann ich es selbst wie ein Profi? Nein!
Versuche ich es immer wieder, bis ich es drauf habe? Oh ja!
Habe ich eine Ahnung davon, was genau ich alles tue? ├ähmÔÇŽ Ja? Oder doch nein? Keine Ahnung!

Versteht ihr, was ich meine? Auch wenn eure W├╝nsche und Tr├Ąume beim ersten Versuch nicht funktionieren, versucht es immer wieder! Man lernt nur aus Fehlern.

Satz des Tages: Egal wie schlecht es euch geht oder in welcher beschissenen Situation ihr euch befindet, es gibt immer jemanden, dem es deutlich schlechter geht!

Viele lassen sich auch durch ein schlechtes Gewissen davon abhalten, ihre Tr├Ąume zu verfolgen. Meint ihr, jeder kann es jedem recht machen, wenn er seine Tr├Ąume verwirklicht? Nein! Jeder Erfolg bringt auch ein Opfer mit sich. So ist die Natur! Habe ich unglaublich viele Menschen in meinem Leben bereits verletzt, weil ich meinen Bed├╝rfnissen und W├╝nschen nachging? Oh ja! Fragt mal meine Eltern.

Apropos schlechtes GewissenÔÇŽ Ich habe eigentlich bei allem und jedem, st├Ąndig und andauernd ein schlechtes Gewissen.

Fr├╝her, als ich meinen kleinen Bruder in den Schlaf begleiten sollte, war ich so genervt von ihm, dass ich ihm blaue Flecken verpasste und kniff. Ich lie├č meine Wut ├╝ber meine Eltern an einem kleinen Jungen aus, der f├╝r all das nichts konnte. War es falsch? Oh ja! Und dieses schlechte Gewissen plagt mich immer noch. Ich sprach ihn mal darauf an und entschuldigte mich, aber er erinnerte sich Gott sei dank nicht daran! ├ändert das mein Schuldgef├╝hl? NeinÔÇŽ

Habe ich ein endlos schlechtes Gewissen, dass ich bei Aria und Noah wohnte, obwohl sie erst daf├╝r sorgten? Ja! Habe ich sie mal gefragt, ob ich eine Belastung war? Ja! Laut eigener Aussage war ich es nicht. Glaube ich es dennoch? JapÔÇŽ

Habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich meine Arbeit hin und wieder doch eher halbherzig erledige, obwohl es nie auff├Ąllt? Ja!

Habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich um Hilfe bitte? Ja! Immer wieder! Dabei ist es eigentlich nichts Schlimmes!

Wenn ich nicht t├Ąglich meinem Sohn ein Buch vorlese, habe ich dann ein schlechtes Gewissen? Ja! Oft genug glaube ich, dass ich eine furchtbare Mutter bin. Bin ich es, weil ich ihm nicht so oft vorlese? Vielleicht, vielleicht auch nicht!

Habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich mal bei meiner ehemaligen besten Freundin wohnte? Ja! Obwohl ich dort behandelt wurde wie ihr f├╝nftes Kind! Habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich mich mit ihr, aufgrund des erneuten Versuchs mit Basti, zerstritten habe, anstatt auf sie zu h├Âren? Verdammt noch mal, ja!

Habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich meine Freundin Nicki mit den unn├Âtigsten Dingen vollbrabble, nur um mit jemandem zu reden? Ja! Dabei macht sie es doch genauso, und das macht unsere Freundschaft aus!

Habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich Basti damals die H├Ąlfte meines, von meinen Eltern geschenkten, Geschirrs ├╝berlie├č? Ja! Aber er brauchte es!

Habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht als Erste reagiere, wenn jemand mit Rollator in den Bus steigt, um zu helfen? Ja! Der Impuls ist immer da, doch die Reaktion darauf dauert manchmal ein wenig.

Habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich Ean wegen jeder Kleinigkeit anmeckere, weil ich gerade selbst so unzufrieden bin mit mir selbst? Ja! Immer! Vielleicht nicht im gleichen Moment, aber sp├Ątestens am n├Ąchsten Tag!

Habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich schon l├Ąngst kochen m├╝sste, aber hier stattdessen weiter schreibe? Ja! Brauche ich das? Nein! Ich habe eigentlich noch genug Zeit zum Kochen, aber in der Regel habe ich gerne vor vierzehn Uhr alles fertig.

Habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich sch├Ân von Henry tr├Ąume, aber noch nie sch├Ân von Ean tr├Ąumte? Also so sch├Ân, wie von Henry? Oh ja! Ich will ihn damit nicht verletzen, aber ├Ąndern kann ich es auch nicht!

Habe ich wegen all dieser schlechten Gewissen Angst davor, W├╝nsche und Tr├Ąume zu erf├╝llen? JA! Muss ich mir immer wieder selbst vor die Nase halten, dass es niemals falsch ist, seine W├╝nsche und Tr├Ąume zu verwirklichen? JA!

Habe ich euch genug genervt? NEIN!

 

 

-Änderung vorbehalten